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Grubendol

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Montag, 5. April 2021, 16:23

Künstliche Intelligenz und Ethik: Dürfen Roboter töten?

Zitat

Künstliche Intelligenz und Ethik: Dürfen Roboter töten?

Einige Staaten und Unternehmen entwickeln autonome Waffensysteme. Kritiker sprechen auch von „Killer-Robotern“. Diese Maschinen könnten schon bald selbst entscheiden, welche Ziele sie angreifen. Doch über Leben und Tod darf nur der Mensch entscheiden, fordern Fachleute.
(...)
Maschinen sollen im Krieg nicht über Leben und Tod entscheiden dürfen, sondern ausschließlich Menschen – diese Position vertritt nicht nur der Theologe Hartwig von Schubert, sondern sie ist gewissermaßen Konsens unter jenen, die sich mit Künstlicher Intelligenz befassen und sich öffentlich dazu äußern. Dazu zählt auch der katholische Theologe Lukas Brand von der Ruhr-Universität Bochum.
(...)
Deutschlandfunk
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

Nemesis

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Mittwoch, 7. April 2021, 17:02

Da für jede Maschine letztlich ein Mensch verantwortlich zeichnet, halte ich eine solche Debatte für überflüssig. Es sind im Krieg immer Menschen die über Leben und Tod entscheiden. Und die Entscheidungsträger sind diejenigen, die den Krieg befehlen und ihre Soldaten an die Front schicken, wo für fremde Rechnung mit Blut bezahlt wird. Ob nun ein Mensch oder eine Maschine den Abzug betätigt oder das Knöpfchen drückt, spielt für das Opfer gar keine Rolle. Die Täter können sich durch solche Platzhalterdiskussionen auch nicht von ihrer Verantwortung für jedes Kriegsopfer entbinden.

Grubendol

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Mittwoch, 7. April 2021, 18:04

Da für jede Maschine letztlich ein Mensch verantwortlich zeichnet, halte ich eine solche Debatte für überflüssig. Es sind im Krieg immer Menschen die über Leben und Tod entscheiden. Und die Entscheidungsträger sind diejenigen, die den Krieg befehlen und ihre Soldaten an die Front schicken, wo für fremde Rechnung mit Blut bezahlt wird. Ob nun ein Mensch oder eine Maschine den Abzug betätigt oder das Knöpfchen drückt, spielt für das Opfer gar keine Rolle. Die Täter können sich durch solche Platzhalterdiskussionen auch nicht von ihrer Verantwortung für jedes Kriegsopfer entbinden.

Ich glaube, das ist in diesem Fall mit der KI, die in einem Kampfroboter oder in einer Drohne implementiert ist, nicht der springende Punkt. Hier geht es nicht um Verantwortlichkeit, sondern grundsätzlich um die Frage, wer eine solche Entscheidung treffen darf.

Das ist wie die Frage beim autonomen Auto: wenn ein Unfall unvermeidbar ist und die Software vor der Entscheidung steht, entweder die Oma auf dem rechten Gehweg, das Kind auf dem linken Gehweg oder die Familie im entgegenkommenden Auto umzubringen.
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Mittwoch, 7. April 2021, 18:26

Die Software steht aber nicht vor der Entscheidung... sie rechnet nur und zwar entsprechend der Parameter, mit der sie programmiert wurde. Das Bewusstsein macht den Unterschied aus. Ist sich ein "autonomes Auto" seiner Entscheidung hinsichtlich eines unvermeidbaren Unfalls bewusst?

Die grundsätzliche Frage stellt sich natürlich trotzdem. Allerdings nicht in Bezug auf die Entscheidung, welcher Menscheine solche gegebenenfalls treffen darf, sondern, ob es überhaupt legitim ist, dass irgendein Mensch eine solche Entscheidung trifft. Das ist noch viel grundsätzlicher.