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Gera

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Mittwoch, 14. April 2021, 09:44

Kann der Glaube krank machen?

Heute früh beim Bibellesen beschäftigte mich der Gedanke, ob der Glaube auch krank machen kann.
Konkret dachte ich an mehrere wahre Begebenheiten aus meinem engeren Umfeld, allerdings liegen sie länger zurück.
Wir lernten einen eifrigen Diener im Reich Gottes kennen und seine Geschichte wurde uns mehrfach erzählt. Als Geschiedener lebte er mit seiner Freundin und einem gemeinsamen Kind, als sie sich bekehrten. Ich verstand, dass sie nun nicht mehr unverheiratet zusammen leben konnten und bekam mit, dass sie sich trennten. Ihm wurde gesagt, wenn er das Abendmahl nehmen wolle, müsse er zu seiner geschiedenen Frau zurück kehren, was er tat. Zunächst begegnete man diesem Mann oft in christlichen Kreisen. Die Frau und die Tochter wuchsen in Jesus, ich sah es, weil die Tochter meine Schülerin war. Plötzlich begegnete man dem Mann nicht mehr, hörte, die erneut geheiratete Frau sei gegen sein Engagement. Ob es stimmte, konnte ich nicht beurteilen. Dann entdeckte ich ihn und erschrak, er sah so elend aus und mir wurde gesagt, er sei in der unglücklichen Ehe dem Alkohol verfallen, aber sein Pastor erzählte mir, dass er nun zum Abendmahl gehen dürfe. Ist das Gottes Wille?
Ich lernte ein junges Mädchen kennen, die bereits verheiratet war. Ihre Geschichte war in freikirchlichen Kreisen in aller Munde. Sie hatte nach dem Abitur mit einem Jungen Händchen gehalten. Da beide in der selben Stadt studieren wollten, verlangte ihre Gemeinde, dass sie schnell heirateten, um nicht zu sündigen. Bereits im ersten Semester fand er seine zukünftige Frau, verließ die Ehefrau irgendwann und überall wurde kraftvoll gebetet, dass er zu seiner Frau zurück kehren sollte. Dann lud sie uns zum Mittagessen ein und bestätigte alles, was erzählt wurde. Sie mochte ihn noch immer und betete und glaubte, dass er seine neue Frau verlassen würde. Ihr Pastor sagte, sie sei gültig mit dem Ex getraut und dürfe nie wieder heiraten. Es fiel ihr sehr schwer, keinen Jungen anzuschauen. Sie wartete einige Jahre und wurde immer trauriger. Die Gemeinde betete kräftig für Wiederherstellung. Viele in ihrem Alter heirateten, sie schien als Single recht allein. Ich sagte nie etwas dazu, da ich nicht ihr Seelsorger war, teilte die Ansicht ihrer Gemeinde nicht. Eines Tages verschwand sie und ich hörte nie wieder von ihr.
Solche Schicksale gibt es öfter und es stellt sich wirklich die Frage, ob Gott einige unglücklich machen will, weil sie " seinen Geboten gehorchen". Ich bin im Prinzip gegen Scheidung, aber wenn es zu spät ist, würde ich Gottes Gnade sehen, der eine Zukunft auch für Verlassene hat. Gibt es ein eindeutiges "Falsch"?
Der Friede Jesu Christi sei mit euch!
Gera

Nemesis

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Mittwoch, 14. April 2021, 17:15

Hallo Gera

da sind dir ja schon ein paar Beispiele in den Sinn gekommen die einen Glauben betreffen der krank macht, weil er selbst krank ist.

Ohne die genauen Umstände der Fälle zu kennen:

Gottes Wille bezüglich der Ehe ist, dass Mann und Frau EINS werden. Jesus bestätigt das mehrfach, was dir bekannt sein dürfte. Bei den von dir geschilderten Erfahrungen scheint das ja schon das grundsätzliche Problem gewesen zu sein. Zu glauben, man könne die Missachtung göttlicher Anleitung für die Ehe und das dadurch entstandene Leid als "Gottes Willen" bezeichnen, ist allerdings nicht gerechtfertigt.

Zitat von »"Gera"«

Dann lud sie uns zum Mittagessen ein und bestätigte alles, was erzählt wurde. Sie mochte ihn noch immer und betete und glaubte, dass er seine neue Frau verlassen würde. Ihr Pastor sagte, sie sei gültig mit dem Ex getraut und dürfe nie wieder heiraten.


Das ist natürlich Blödsinn!

Wenn ein Mann seine Ehefrau verlässt und eine andere heiratet, ist die Ehe gebrochen und der unschuldige Partner (hier die junge Dame) ist frei zu heiraten, wen sie will - nur im Herrn. (Math. 19,9)

Des Weiteren ist der Grundsatz aus 5. Mo24,1-4 interessant, wo dem Mann, der seine Frau durch Scheidung entlässt, ausdrücklich verboten wird, sie wieder zu heiraten, falls sie in der Zwischenzeit eines anderen Mannes frau wurde und nun wieder frei ist, weil ihr zweiter Mann entweder starb oder sie ebenfalls durch Scheidung entlassen wurde.

Es ist traurig, wenn Pastoren, die es eigentlich besser wissen müssten, ihren Schäfchen solch einen Blödsinn erzählen und sie dadurch krank machen. Das sind die wahren Verbrecher.

Grubendol

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3

Mittwoch, 14. April 2021, 18:13

Rein gehirnchemisch ist der Glaube von einem psychopathologischen Symptom nicht zu unterscheiden.
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

Nemesis

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Mittwoch, 14. April 2021, 19:01

Na dann behalt deinen Glauben mal lieber für dich! ^^ ;)

Grubendol

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Donnerstag, 15. April 2021, 17:07

Das ist kein Glaube, das ist Wissenschaft.

Das ist, was uns die Gehirnchemie lehrt.
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

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Donnerstag, 15. April 2021, 18:39

Bitte beim Thema bleiben. Hier geht es nicht darum, was du für Wissenschaft hältst und was nicht. ;)

Grubendol

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7

Donnerstag, 15. April 2021, 19:02

Bitte beim Thema bleiben. Hier geht es nicht darum, was du für Wissenschaft hältst und was nicht. ;)

Ich halte das für Wissenschaft, was studierte Leute mit einem akademischen Grad publizieren und durch Experimente und Messungen belegen.
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
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Donnerstag, 15. April 2021, 19:09

Bitte beim Thema bleiben . Es geht hier nach wie vor nicht um dich... ;)

Grubendol

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Donnerstag, 15. April 2021, 19:12

Um dich auch nicht.

Also eine einfache Antwort: Glaube kann krank machen. Ist wissenschaftlich belegt. Hat nichts mit mir zu tun.
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Donnerstag, 15. April 2021, 19:25

Zur Abwechslung mal eine diplomatische Aussage, der ich sogar vorbehaltlos zustimmen kann. :thumbup:

Grubendol

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Donnerstag, 15. April 2021, 19:59

Nein, nicht diplomatisch, nur eine wissenschaftlich korrekte Aussage, mehr nicht.
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Donnerstag, 15. April 2021, 20:06

Ich sehe zwischen "diplomatisch" und "wissenschaftlich korrekt" keinen Widerspruch. Nicht mehr und nicht weniger.

Grubendol

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Donnerstag, 15. April 2021, 20:09

"Diplomatisch" kann aber auch wissenschaftlich inkorrekt sein.
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
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Donnerstag, 15. April 2021, 20:28

Selbstverständlich. Es kommt ja auch auf den Zusammenhang und die Interpretationen der Begrifflichkeiten an. Und auch hierbei ist es nicht unerheblich, die Intention zu hinterfragen.

Gera

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Freitag, 16. April 2021, 10:21

Glaube ist wissenschaftlich nicht belegbar, das ist meine Überzeugung und hier geht um Interpretationen der Bibel. Ich konnte die Lehre jener Pastoren absolut nicht nachvollziehen, mir taten diese Schäfchen und andere Leid, denen Ähnliches widerfuhr. Aber ich wurde belächelt, als Auszubildende sich bekehrten und zwei Leiter freudestrahlend erzählten, sie hätten es geschafft, dass die heiraten, weil sie ins Bett gehen. Ich war ein Rebell mit meiner Frage, ob die füreinander bestimmt wären, keiner von 22 Anwesenden verstand mich, Sünde musste weg. Die wurden so schnell wie möglich getraut, kaum 18 kam das erste Kind und die Ehe war eine Katastrophe. Nun sagten die Pastoren, sie müsse bei dem Mann bleiben, die Ehe sei gültig.
Ich denke, es läuft viel schief, was man mit Wahrheit betitelt.
Der Friede Jesu Christi sei mit euch!
Gera