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Gera

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Sonntag, 11. Juli 2021, 10:15

Heilung nicht für heute?

In einem anderen thread behauptet Nemesis, Heilung wäre vorbei in der heutigen Zeit. Dem widerspreche ich klar. Vor ein paar Jahren verfasste ich dazu eine sehr gute kurze Lehre, die ausgewogen ist. Deshalb will ich es hier nicht noch einmal wiederholen.


https://www.youtube.com/watch?v=RgZVj1cyLu8&feature=youtu.be
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Sonntag, 11. Juli 2021, 14:17

Ich kann natürlich inhaltlich nicht zustimmen, aber es ist nett, dich mal zu hören... :)
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
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Gera

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3

Sonntag, 11. Juli 2021, 17:24

Danke! Wichtig ist, einander anzunehmen und zu schätzen.
Dieser kurzer Impuls wird immer wieder gehört und bekam von Nachfolgern Jesu viel positive Resonanz, aber es gibt auch anderes. Gestern Abend sagte mir eine Freundin, wer Krebs habe, müsse nur einem Dämon gebieten, dann benötige er keine OP. Auch solche Meinungen gehen rum und dann sterben sie, da kennen wir einige.
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Nemesis

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Montag, 12. Juli 2021, 19:25

Zitat von »Gera«

Gestern Abend sagte mir eine Freundin, wer Krebs habe, müsse nur einem Dämon gebieten, dann benötige er keine OP. Auch solche Meinungen gehen rum und dann sterben sie, da kennen wir einige.


Das ist zum Beispiel eine von vielen Meinungen, die sich aus diesen Schlussfolgerungen rund um das Thema Wunderheilungen ranken und für mich Grund genug, das Thema vom biblischen Blickwinkel aus zu durchdenken.


Zitat von »Gera«

In einem anderen Thread behauptet Nemesis, Heilung wäre vorbei in der heutigen Zeit.
Zunächst mal handelt es sich nicht um eine Behauptung meinerseits, sondern um eine Schlussfolgerung, die sich aus dem Text des Paulus im 1. Kor. 12 und 18 ergibt. In Kapitel 12 werden zunächst einige Gaben des Geistes aufgeführt und auch die "Gabe der Heilung" (Vers 9) wird erwähnt. Wir erfahren etwas über den Sinn und Zweck dieser Wundergaben zur Zeit der Apostel und in Kapitel 13,8 kündigt Paulus selbst das Ende eben jener Gaben des Geistes an. Gemäß Kapitel 12,31 sollen wir um die größeren Gnadengaben eifern. Das sagt Paulus, nachdem er von den Gnadengaben des Prophezeiens und Heilen etc. sprach. Diese waren ein nutzbringendes Mittel, um die junge Christenversammlung in dem zu vereinen, was ewig bleibt und nie versagt: Die Liebe! Das ist der "eine Weg, noch weit darüber hinaus" mit dem Paulus das 12. Kapitel seines 1. Briefes an die Korinther abschließt und das 13. Kapitel - das große Kapitel über die Liebe - einleitet.

Vielen Punkten, die du in deiner Lehre erwähnst, kann ich zustimmen. Natürlich ist es Jesus, durch den uns Heilung zuteil wird. Durch sein Opfer sind wir von der Erbsünde und dem Urteil, welches damit zusammenhängt befreit. Damit ist Heilung überhaupt erst möglich und darum geht es ja in der Prophezeiung Jesajas aus Kapitel 53, auf die sich wiederum Matthäus beruft.

Und natürlich kann man um Heilung beten, um Kraft während einer Phase der Krankheit, um sich besser erholen zu können. Das tat auch König David schon, als er in fortgeschrittenem Alter krank wurde. Auch im Neuen Testament finden sich viele solcher Bitten.

Auf der anderen Seite wurde aber auch nicht jede Krankheit geheilt und das trotz vieler Gebete. Dem Apostel Paulus wurde seine Krankheit nicht genommen, obwohl er mehrmals inständig betete. Hatte er zu wenig Glauben? Betete er nicht richtig? Nein. Er selbst bezeugte: Gottes Kraft wird in Schwachheit vollkommen gemacht. (2. Kor. 12,7-10)

Deswegen bin ich der Überzeugung, dass es heute keine Wunderheilungen mehr gibt. Die Erfahrungen, von denen du berichtest ordne ich nicht in das Muster ein, nach dem die Apostel der damaligen Zeit Krankheiten zu heilen vermochten.

Was ist mit denen, die so viel beten, damit ihre Lieben oder sie selbst geheilt werden, und sie trotzdem krank bleiben und vielleicht sogar sterben? Wie müssen sich solche Menschen fühlen? So etwas öffnet dem Zweifel an Gott, der Verzweiflung und Enttäuschung nur Tür und Tor. Und das ist nicht die Lehre der Bibel...

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Dienstag, 13. Juli 2021, 09:55

Nemesis,
ich behauptete weder, dass alle auf Erden geheilt werden noch, dass es das wichtigste im Leben ist. Wir suchen den Heiler, Christus und nicht zuerst die Heilung, was leider einige tun. Was zählt, ist allein die Liebe, sonst nützt jede Heilung nichts, da stimmen wir überein.

Was der Stachel des Paulus ist, wurde nie näher erklärt; es kann ein Schmerz sein, aber auch etwas anderes. Der in Freikirchen weit verbreiteten Hypothese, er hatte ein Augenleiden, stimme ich nicht zu.
Gerade auf diesem Gebiet gibt es so viel Irrlehre, wenn ich an den baptistischen Leiter denke, der behauptete, wer krank ist und damit in Sünde lebt, dürfe für niemanden beten. Ich begreife nicht, weshalb dieser Pastor noch betet, nachdem er mindestens 2 Operationen hatte nach Aussage seiner Mitglieder. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei Baptisten alle kerngesund sind. Das andere Extrem halte ich aber für genau so gefährlich.
Vor Jahren bekehrte sich H. bei uns. Sie trug verschieden hohe Absätze und wurde geheilt. Ihr Mann sagte, seit 30 Jahren hatte er täglich das Gestöhne wegen ihrer Schmerzen. Nun war sie gesund und jammerte nicht mehr. Das überzeugte ihn und er gab sein Leben Jesus. H.ging inzwischen zu Jesus. Solche Erfahrungen kann uns niemand nehmen.
Der Friede Jesu Christi sei mit euch!
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Samstag, 17. Juli 2021, 19:25

Zitat von »Gera«

Was der Stachel des Paulus ist, wurde nie näher erklärt; es kann ein Schmerz sein, aber auch etwas anderes. Der in Freikirchen weit verbreiteten Hypothese, er hatte ein Augenleiden, stimme ich nicht zu.
Gerade weil die Identität des "Stachels" offen bleibt, ist das Beispiel des Paulus heute so wertvoll für uns. Ja, es könnte ein Augenleiden gewesen sein, oder ein anderes körperliches Gebrechen oder eine emotionale Erkrankung. Er selbst beschreibt sich gegenüber den Römern als einen Menschen im Elend, den Galatern gegenüber erwähnt er seinen bedauernswerten Zustand. Aber gerade in diesem Zustand vertraute er umso mehr auf Gottes Kraft durch den Herrn Jesus.

Dieses Vertrauen auf Jesus und seinen Vater gab ihm die Kraft weiterhin tätig zu sein. Und das ist auch das schöne Beispiel für uns heute.

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Samstag, 17. Juli 2021, 19:53

Du hast Recht, es könnte sein aufbrausendes Temperament, eine psychische Not gewesen sein....
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Günter

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Sonntag, 18. Juli 2021, 00:19

Viele vermuten auch, dass Paulus unter Epilepsie litt.
Liebe Grüße :)

 

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Sonntag, 18. Juli 2021, 10:03

Das hörte ich auch schon. Damals gab es noch keine Medikamente.

Gerade schickte mir ein Freund eine Botschaft von einer Frau, deren Namen ich nicht finde in youtube, dass Impfung mangelnder Glaube sei. Gott gab vielen Berufung, auch Ärzten und sagte, wir sollten uns die Erde untertan machen. Ich antwortete dem Freund, dass Entwickeln von Impfstoff ein Untertanmachen der Erde ist und für mich gottgewollt. Könnt ihr zustimmen?

Wenn die Inzidenz unter 10 bleibt, werden die Enkel eine Einschulungsfeier haben und bekanntlich dürfen Geimpfte überall dazu, zählen nicht mit. Solche Vorteile haben mit Gott nichts zu tun sind aber menschlich nachvollziehbar. Allein das mag ein Grund für manche sein, sich impfen zu lassen, auch für Christen.
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Dienstag, 20. Juli 2021, 16:21

Zitat von »Günter«

Viele vermuten auch, dass Paulus unter Epilepsie litt.
Ja, darüber gibt es vielerlei Vermutungen und manchmal habe ich den Eindruck, es gibt so viele Vermutungen diesbezüglich, wie es Krankheiten gibt.

Leider lenkt das alles von der eigentlichen Botschaft ab, nämlich dass wir trotz unserer Schwachheiten und Erkrankungen einen wertvollen Dienst für Gott leisten können. Wir müssen keine Perfektionisten sein. Weder geistig noch körperlich.

Paulus, Timotheus, Trophimus und viele andere haben uns das Beispiel gegeben, trotz Krankheiten weiterhin im Dienst Gottes mit Freuden tätig zu sein.

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Dienstag, 20. Juli 2021, 16:27

Zitat von »Gera«

Gott gab vielen Berufung, auch Ärzten und sagte, wir sollten uns die Erde untertan machen. Ich antwortete dem Freund, dass Entwickeln von Impfstoff ein Untertanmachen der Erde ist und für mich gottgewollt. Könnt ihr zustimmen?


Jein! ;)

Mit der Schöpfung zu arbeiten und sei es in diesem speziellen Fall zur Entwicklung von Impfstoffen ist schon im Sinne Gottes.

Andererseits ist es natürlich nicht gottgewollt, dass Menschen überhaupt krank werden und auf eine Vielzahl von mehr oder weniger wirksamen Medikamenten und Impfstoffen angewiesen sind, bevor sie letztlich doch sterben.

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Mittwoch, 21. Juli 2021, 10:51

Die Schöpfung ist durch den Sündenfall gefallen und seufzt in Geburtswehen. Erst im Himmel wird die Erlösung in Fülle sichtbar.
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