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Günter

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Mittwoch, 9. Juni 2021, 19:02

Das Comeback des Marxismus in Peru

Zitat

Das Comeback des Marxismus

Tobias Käufer - vor 1 Std.

Der linksgerichtete Pedro Castillo hat sich in Peru zum Sieger der Präsidentschaftswahl ausgerufen. Sein Ziel ist die sozialistische Revolution. Dem rohstoffreichen Land steht ein Epochenwandel bevor – und China bekommt unverhofft einen neuen Partner.

Der Mann, der Peru umkrempeln will, ist kein Freund von Ausflüchten. Pedro Castillo, 51, geboren im armen Tacabamba im Norden der Anden-Nation, redet gerne Klartext: Von der Homo-Ehe hält der Lehrer genauso wenig wie vom Recht der Frau auf Abtreibung; illegale Migranten will er abschieben – und zwar sofort, 72 Stunden nach Amtsantritt.

Dass er das Amt antreten wird, daran hat Castillo keine Zweifel: In der Nacht zum Mittwoch erklärte er sich selbst zum Wahlsieger. Es sieht alles danach aus, als würde er recht behalten. Knapp 98 Prozent der Stimmen sind ausgezählt. 50,2 Prozent entfallen auf Castillo, 49,8 auf seine Konkurrentin Keiko Fujimori.

Seine Ansagen klingen nach Rechtspopulismus der Marke Jair Bolsonaro (Brasilien), Victor Orbán (Ungarn) oder Marine Le Pen (Frankreich). Doch Castillo ist nicht im rechten Lager zu Hause, er ist ein strammer Marxist mit einer Nähe zum „Leuchtenden Pfad“ – einer peruanischen Gruppe, die je nach ideologischer Betrachtungsweise mal als maoistische Freiheitskämpfer, mal als linksextreme Terrororganisation betrachtet wird.

Die Europäische Union hat sich für Letzteres entschieden. Gerade erst vor der Wahl hat sich der „Leuchtende Pfad“ zu einem Terroranschlag auf dem Lande mit 16 Toten bekannt, darunter zwei Kinder. Es ging offenbar um die Vorherrschaft in einem Drogenanbaugebiet. Peru ist nach Kolumbien der zweitgrößte Kokainproduzent der Welt.

Castillo setzte sich in einer Stichwahl der politischen Extreme um das Präsidentenamt gegen Keiko Fujimori durch, Tochter des wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen verurteilten und inhaftierten rechtsgerichteten Ex-Diktators Alberto Fujimori (1990-2000). Dass Castillo trotz seines extrem konservativen Gesellschaftsbildes und seiner antiliberalen Politikvorhaben in der Wirtschaft an die Macht kommen dürfte – wenn auch wohl mit hauchdünner Mehrheit –, ist auch der Corona-Pandemie geschuldet.

Nun könnte vor allem China profitieren
In keinem anderen Land weltweit wütete das Virus so heftig wie in Peru. Die Anden-Nation verzeichnet mit 573 Toten pro 100.000 Einwohner die höchste Todeszahl überhaupt. Zum Vergleich: In Deutschland liegt sie bei 107, in Brasilien bei 224 (Quelle: Johns Hopkins University). Peru erlebte einen brutalen wirtschaftlichen Einbruch, das Bruttoinlandsprodukt stürzte um 11 Prozent ab.

Weiterlesen: Das Comeback des Marxismus (msn.com)

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Günter