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Donnerstag, 12. Juli 2018, 11:50

Kommentar: Wer Jesus abschaffen wollte

Ein Kommentar, den ich in wesentlichen Punkten überhaupt nicht teilen kann. Meiner Meinung nach sieht Herr Pankau alles sehr einseitig. Sicherlich ist er aufgrund seiner Biografie sehr betroffen. Da neigt man dann vielleicht zu einer gewissen einseitigen Betrachtung! Ich vermute mal, er kennt die Biografie von Herrn Bartsch überhaupt nicht. Bei allem Leid, das vielen Menschen in der DDR von der SED angetan wurde, darf man nicht vergessen, dass nicht jeder, der dort in der Partei war, das gut fand. Frau Merkel war übrigens auch FdJ-Agitatorin. Aber das ist dann wohl etwas anderes! ;(

Seltsam, im Rückblick auf unsere Nazi-Vergangenheit ist man allgemein großzügiger! Sehr viele ehemalige NSdAP-Mitglieder, sogar auch ehemalige SS-Mitglieder, fanden nach Kriegsende ihren Platz im Bundestag und in der Bundeswehr! Aber, das ist dann wohl auch wieder etwas anderes! ?( Was war denn mit dem früheren Marine-Richter Filbinger, der Todesstrafen gegen Widerstandskämpfer verhängte? Nichts. Das frühere NSDAP-Mitglied war von 1966 bis 1978 Ministerpräsident Baden-Württembergs, von 1971 bis 1979 zudem Landesvorsitzender, von 1973 bis 1979 auch einer der stellvertretenden Bundesvorsitzenden der CDU. Noch Fragen? Nein, denn das ist natürlich etwas anderes! X(

Die Großkirchen waren übrigens im 3. Reich gute Partner von Adolf und distanzierten sich noch nach Kriegsende jahrelang z. B. von Dietrich Bonhoeffer. Erst später wurde Bonoeffer als Vorzeigechrist von den Kirchen gefeiert. Das sage nicht ich, ich lebte damals noch nicht, sondern das sagte sein Enkel Klaus von Dohnany (SPD), ehemaliger Erster Bürgermeister von Hamburg, vor einigen Jahren in einem Gespräch auf Bibel-TV.

Nun Auszüge aus dem Kommentar:

Zitat



Zu einer Äußerung des Linken-Fraktionsvorsitzenden Dietmar Bartsch – Ein Kommentar von Matthias Pankau. Er ist Leiter der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

„Sie hätten doch auch Jesus mit einem Lächeln abgeschoben!“ Diesen Satz schleuderte der Fraktionsvorsitzende der Linken im Deutschen Bundestag, Dietmar Bartsch, vergangene Woche Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) an den Kopf. Ein führender Linker als Anwalt Jesu?


Christen hatten es in der DDR schwer
Lieber Herr Bartsch, wie Sie bin auch ich in der DDR aufgewachsen. Sie stammen aus dem wunderschönen Greifswald in Vorpommern. Auch meine Großeltern kommen aus Pommern. Mein bereits verstorbener Großvater war katholisch, meine 93-jährige Großmutter ist evangelisch. Sie ließen ihren 1951 geborenen Sohn – meinen Vater – taufen. Er entschied sich für die Konfirmation. Grund genug für das SED-Regime, ihm einen Studienplatz zu verweigern. Nicht anders erging es meiner Mutter, einer Pfarrerstochter. Sie wäre gern Ärztin geworden.


Die SED trieb die Menschen aus den Kirchen
Andere traf es ungleich schlimmer. Unzählige systemkritische DDR-Bürger wurden eingesperrt, zahlreiche an der Grenze der „Deutschen Demokratischen Republik“ erschossen, weil sie in die Freiheit wollten. Das waren keine Einzelfälle. Das war System! System der SED – der Partei, der Sie 1977 beigetreten sind. Mit Einschüchterungen und Drohungen trieb sie die Menschen aus den Kirchen. Gehörten 1949 noch 90 Prozent der Bürger in der DDR zur Kirche, waren es 1989 nur noch rund 30 Prozent. An meiner Schule, der 83. Oberschule in Leipzig – damals noch „Fritz Weineck“ – waren mein Bruder und ich Ende der 80er Jahre die einzigen unter mehr als 700 Schülern, die nicht Mitglied der Pioniere oder der Freien Deutschen Jugend (FDJ) waren.


Geschichtsvergessen oder unverschämt
Die SED war es auch, die unzählige Kirchen sprengen ließ. Darunter die im Zweiten Weltkrieg völlig unversehrt gebliebene, im 13. Jahrhundert errichtete Universitätskirche St. Pauli meiner Heimatstadt. In ihr predigte Martin Luther (1483–1546). In ihr musizierte Johann Sebastian Bach (1685–1750). Wenn Sie jetzt behaupten, die Union hätte auch Jesus abgeschoben, ist das entweder geschichtsvergessen oder schlicht unverschämt. Nicht die Union würde Jesus „mit einem Lächeln“ abschieben. Die SED, deren Nachfolgepartei Sie angehören, hingegen hat genau das über 40 Jahre getan, Herr Bartsch!


Warum der Osten so säkularisiert ist
Sie hat dafür gesorgt, dass Ostdeutschland heute zu den am stärksten säkularisierten Landstrichen der Welt zählt. Aber sie hat nicht gesiegt. Deutschland ist wiedervereinigt. Und es gibt viele Beispiele für wachsende Kirchengemeinden. Die beiden Leipziger Innenstadtgemeinden St. Thomas und St. Nicolai gehören dazu. Sie haben Zulauf – obwohl Ihre Partei versucht hat, Jesus nicht nur abzuschieben, sondern abzuschaffen.

(Der Autor, Matthias Pankau, ist Leiter der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar).)

https://www.idea.de/spektrum/detail/wer-jesus-abschaffen-wollte-105920.html



Liebe Grüße :)

 

Günter

 


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Freitag, 13. Juli 2018, 13:57

Er hat ja Recht und den Bartsch als ehemaligen SED-Funktionär mag ich auch nicht. Ich bin dagegen, dass solche Leute in den Parlamenten sitzen.

Das hat aber alles nichts mit der aktuellen Diskussion zu tun und der Kommentator drückt sich komplett um die Beantwortung der Frage nach den Abschiebungen.
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"