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  • »Grubendol« ist männlich

Beiträge: 1 231

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1

Dienstag, 5. Juni 2018, 16:56

Alternative Kleidung für Gauland

Zitat

Alternative Kleidung für Gauland
(...)
Als Gauland vergangene Woche Dienstag im Potsdamer Heiligen See in der Nähe seines Wohnortes baden war, sind ihm die am Ufer deponierten Sachen gestohlen worden. Zusammen mit einer herbeigerufenen Polizistin trat Gauland den Heimweg an. „Herr Gauland ist Geschädigter einer Straftat. Die Kriminalpolizei der Direktion West ermittelt wegen Diebstahls“, so der Polizeisprecher. Der für politische Taten zuständige Staatsschutz sei demnach noch nicht mit dem den Fall betraut worden.
(...)
TAZ

Nicht, dass ich so etwas gutheißen würde, aber lustig ist es schon.
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

2

Mittwoch, 6. Juni 2018, 08:43

:D
Liebe Grüße :)

 

Günter

 


  • »Grubendol« ist männlich

Beiträge: 1 231

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3

Mittwoch, 6. Juni 2018, 15:27

Ich frage mich, wie abgrundtief kriminell ist Deutschland (wie immer von der AfD behauptet) wirklich, wenn der Oppositionsführer von der AfD noch ohne Personenschützer alleine in ein öffentliches Freibad gehen kann?
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

4

Donnerstag, 7. Juni 2018, 08:50

Moin!

Ich schaue mir gerade die heutige Debatte zum Familiennachzug auf www.bundestag.de an. Ein Thema mit vielen Facetten. Nur eines muss ich in diesem Zusammenhang auch feststellen: Wenn die AfD behauptet, dass es ganze Stadtteile in Deutschland gibt, die sich in der Hand von Familienclans befinden (alle anderen Parteien bestreiten das!), dann haben die leider Recht!

Ein konkretes Beispiel ist hier Essen. Da gibt es leider Stadtteile, die völlig in libanesischer Hand liegen! Da traut sich auch die Polizei kaum rein (ähnlich, wie vor Jahrzehnten in die Hamburger Hafenstraße)!
Liebe Grüße :)

 

Günter

 


  • »Grubendol« ist männlich

Beiträge: 1 231

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5

Donnerstag, 7. Juni 2018, 09:09

1. Die getarnten Bullen waren immer in der Hafenstraße.

2. Die Libanesen sind nicht im Sommer 2015 wegen des Syrienkrieges gekommen.

3. Vorsicht damit, die Parolen der Neonazis zu übernehmen.
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

Herrmann

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  • »Herrmann« ist männlich

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6

Montag, 18. Juni 2018, 11:37

3. Vorsicht damit, die Parolen der Neonazis zu übernehmen.
Man kann zur AfD stehen wie man will aber "Neonazis" sind das nicht!

Quark

Moderator

Beiträge: 415

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7

Montag, 18. Juni 2018, 11:43

Moin!

Ich schaue mir gerade die heutige Debatte zum Familiennachzug auf www.bundestag.de an. Ein Thema mit vielen Facetten. Nur eines muss ich in diesem Zusammenhang auch feststellen: Wenn die AfD behauptet, dass es ganze Stadtteile in Deutschland gibt, die sich in der Hand von Familienclans befinden (alle anderen Parteien bestreiten das!), dann haben die leider Recht!

Ein konkretes Beispiel ist hier Essen. Da gibt es leider Stadtteile, die völlig in libanesischer Hand liegen! Da traut sich auch die Polizei kaum rein (ähnlich, wie vor Jahrzehnten in die Hamburger Hafenstraße)!

Psst. Günter, das darfst Du doch nicht so einfach hier schreiben. Das ist doch total rechtsradikal und macht Dich sofort zum Nazi und auf jeden Fall zum Wähler der AFD.
obwohl Du natürlich Recht hast.
Aber sagen kannst Du das doch nicht so.

  • »Grubendol« ist männlich

Beiträge: 1 231

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8

Montag, 18. Juni 2018, 15:09

Die Polizei war in der Hafenstraße immer dabei, hatten ja genug Spitzel.
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

Herrmann

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  • »Herrmann« ist männlich

Beiträge: 14

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9

Montag, 18. Juni 2018, 16:34

Na klar, die Morde wurden auch alle von Polizisten begangen und für die kriminellen Taten der Anarchos sind auch ausschließlich verkleidete Polizeibeamte verantwortlich!

grimm

Anfänger

Beiträge: 19

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10

Dienstag, 19. Juni 2018, 13:07

Grubendol, was mir an manchen deiner Beiträge auffällt, ist die zuweilen despektierliche und ideologisierte Sprache. Da heißt es zum Beispiel: »Ist ja gut, er (›Martin Landwirt‹) wurde ja entsorgt und wird hier keine Gülle mehr versprühen.« Spätestens seit Gaulands Entsorgungsbegeiferung müsste es sich doch herumgesprochen haben, dass »entsorgen« stets einen Objektbezug der Sache nennt: Müll, Abwässer und so weiter werden entsorgt, aber doch keine Menschen! Wer Menschen entsorgen will, entmenschlicht sie! Es aber ist nicht nur der Sprachgebrauch durch AFD-Politiker, sondern auch der anderer Politiker, zum Beispiel der des SPD-Abgeordneten Johannes Kars; hat er 2013 doch die Bundeskanzlerin entsorgen wollen:

»Johannes Kahrs ist ein wichtiger Mann in der SPD [...] So hatte er etwa 2013 kundgetan, er wolle ›Merkel entsorgen‹ – was bemerkenswert ist, weil seine Worte damals für kaum Widerhall sorgten. Anders als die von Alexander Gauland, der Ende August die SPD-Integrationsministerin Aydan Özoguz in ›Anatolien entsorgen‹ wollte. Um den fremdenfeindlich anmutenden Satz hatte es im Wahlkampf einigen Wirbel gegeben. Auch Kahrs nannte Gauland damals einen ›miesen, dreckigen Hetzer‹« (Nordkurier, 28.09.2017; Belegquelle: Institut für deutsche Sprache)

Sigmar Gabriel forderte die Entsorgung des Kabinetts Merkel:

»Als Sigmar Gabriel (SPD) forderte, das gesamte Kabinett Merkel zu entsorgen, ließ das die Presse und die etablierten Politiker kalt.« (Nürnberger Nachrichten, 08.09.2017; Belegquelle: Institut für deutsche Sprache)

Es ist ja das Kalkül so mancher AFD-Politiker, grenzwertige Äußerungen oder gar justiziable Verhetzungen erst dann publik zu machen, wenn deren Vorkommen innerhalb eines demokratischen Umfelds belegt ist, sodass ihre Rechtfertigung einen authentischen Bezug hat.

Was aber ist deine Intention durch Äußerungen wie: »Die getarnten Bullen waren immer in der Hafenstraße« und »Die Polizei war in der Hafenstraße immer dabei, hatten ja genug Spitzel«? Vielleicht die, zu suggerieren, wir lebten in einem Spitzelstaat des Typus der einstigen DDR?

Ich will hier nicht darauf eingehen, ob die Herabwürdigung von Polizeibeamten durch die Charakterisierung »Bullen« justiziabel sei, zumal Gerichte unterschiedlich entschieden haben. Auf etwas anderes will ich mich beziehen: auf Anstand und Respekt, darauf, dass die Polizeibeamten weder Bullen noch Spitzel sind, sondern sich mitunter unter Einsatz ihres Lebens für den Schutz der Bürger einsetzen, für die Wahrung des Rechts: somit eine tragende Säule eines funktionierenden Rechtsstaats sind.

Dass es auch unter Polizeibeamten »schwarze Schafe« gibt – wie überall in der Gesellschaft, bedarf eigentlich keiner expliziten Erwähnung, sondern es erschließt sich wohl jedem, der den erforderlichen Grips sein Eigen nennen darf. Perfide jedoch ist die verabsolutierende Rechtfertigung solcher Herabwürdigungen.

Wir leben in einem sozialen Umfeld moralischer Verrohung, daraus resultierender verbaler und physischer Gewalt – häufig auf ideologischer Grundlage –, deren Objekt auch immer wieder Polizisten sind. Die Bochumer Hauptkommissarin Tania Kambouri schildert in ihrem Buch »Deutschland im Blaulicht – Notruf einer Polizistin« eindrucksvoll, in welch einem Maße Polizisten im Einsatz verbaler und physischer Gewalt ausgesetzt sind.

Grimm

  • »Grubendol« ist männlich

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11

Mittwoch, 20. Juni 2018, 08:42

Was dir vielleicht entgangen ist, ist die Tatsache, dass der Staatsschutz jederzeit V-Leute in der Hafenstraße hatte und über alles informiert war. Im Gegensatz zum Einsatz in der rechtsradikalen Szene wurden hier aber keine Straftaten mit Staatsknete distanziert, sondern tatsächlich nur Informationen abgeschöpft. Wenn getarnte Ermittler mit Leuten, die bespitzelt werden, sogar ins Bett gehen (wie in der Hafenstraße geschehen), ist das DDR 2.0. Die Stasi wäre neidisch auf die heutigen Möglichkeiten (Staatstrojaner).

Die Polizeigewalt gegen Linke und andere Leute, die von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch machen, zieht sich seit Wackersdorf, Startbahn West, Gorleben, Heiligendamm, Stuttgart 21 bis zum G20-Gipfel in Hamburg wie eine rote Linie durch die Geschichte der Republik.

Meine eigenen Erfahrungen mit den Sheriffs beschränken sich allerdings auf das Auftreten der normalen Polizisten, weil ich nicht an die Wirksamkeit von Demonstrationen glaube. Da habe ich die Staatsgewalt eher als langsam, überheblich, rassistisch (im Auftreten gegenüber meinen türkischen Kollegen) und eher faul kennengelernt. Wenn man bei einem Überfall fünfzehn Minuten oder bei häuslicher Gewalt dreißig Minuten auf den ersten Streifenwagen warten muss, obwohl diverse Fahrzeuge unterwegs sind und nur (im ersten Fall) zwei Kilometer entfernt Geschwindigkeitskontrollen stattfinden, stimmt etwas nicht.

Was unseren Troll hier angeht, so ist deine Erregung überflüssig, weil es sich hier nicht um eine reale, sondern rein virtuelle Person handelt. "Martin Landwirt" heißt nicht so und er ist auch kein Landwirt.

Wir leben nicht in einem sozialen Umfeld moralischer Verrohung, sondern in einem Umfeld des ungebremsten Kapitalismus, der Menschen zu reinen Objekten (Humankapital) degradiert. Das ist Verrohung auf höchster Ebene. Wenn die Betroffenen dann ebenso reagieren, sollte man darüber nicht überrascht sein.

Im übrigen hat Günter natürlich völlig recht, es darf keine No-Go-Areas geben. Aber auch das spricht nur für das Versagen der Polizei und des Staates, die trotz bester Möglichkeiten nicht in der Lage sind, Kriminalität dieser Art erfolgreich zu bekämpfen.
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

grimm

Anfänger

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12

Freitag, 22. Juni 2018, 14:34

Hallo Grubendol,

alles in allem halte ich deine Argumente der Beurteilung des staatlichen Handelns nicht für überzeugend. Im Gegensatz zu dir bin ich der Überzeugung, dass wir nach wie vor in einem Rechtsstaat leben: in einem Staat mit Gewaltenteilung, mit dem Grundrecht geheimer und freier Wahlen, mit Meinungs- und Pressefreiheit und so weiter, aber auch in einem mit Defiziten. Allein die Tatsache, dass du öffentlich zum Beispiel den Einsatz von V-Leuten mit der Bespitzelung durch die STASI gleichsetzen kannst (»[...] ist das DDR 2.0«) widerlegt dich. Was wäre wohl geschehen, wenn du in der DDR öffentlich die Bespitzelung durch die STASI mit der durch die GESTAPO zum Beispiel gleichgesetzt hättest? – Ich will es dir sagen: Du hättest dich garantiert auf dem Weg nach Bautzen befunden.

Es ist doch geradezu geboten gewesen, dass der Staatsschutz des BKA unter anderem in der Hafenstraße während des G-20-Gipfels tätig geworden ist und wohl auch V-Leute eingesetzt hat: doch umso mehr, als es Gewaltexzesse ungeahnten Ausmaßes gegeben hat. Dass der Einsatz von V-Leuten verfassungskonform ist, kann auf jeden Fall als gesichert angesehen werden.

Die Metapher: »Wenn getarnte Ermittler mit Leuten, die bespitzelt werden, sogar ins Bett gehen (›wie in der Hafenstraße geschehen‹), ist das DDR 2.0« verstehe ich so, dass es deiner Auffassung nach rechtsstaatlich und/oder ethisch nicht zulässig sei, dass V-Leute verdeckt agieren: also innerhalb des Umfelds der zu Beobachtenden. Verstehst du denn nicht den Sinn und den Zweck eines solchen Einsatzes!? Welch einen Sinn ergäbe wohl ein nach außen erkennbarer Einsatz? Natürlich kann über die Notwendigkeit und die Effizienz des Einsatzes von V-Leuten diskutiert werden.

Dass du aber diesen Einsatz von V-Leuten mit der Bespitzelung durch das DDR-Regime praktisch gleichsetzt (»[...] ist das DDR 2.0«), ist einfach absurd: ja, intellektuell unzulässig! Es zeugt davon, dass jemand, der solch eine krude Auffassung oder gar Überzeugung vertritt, entweder ideologisch verblendet sein muss oder im Zusammenhang der DDR-Geschichte ignorant. Ich empfehle dir darum, dich einmal mit der Geschichte von Opfern des DDR-Regimes zu befassen.

Das DDR-Regime ist diktatorisch gewesen: durch und durch ein Unrechtsregime, das aber keineswegs mit dem NS-Regime gleichgesetzt werden darf, jedoch mit ihm vergleichbar ist. – Warum? Weil es eine Reihe signifikanter struktureller Übereinstimmungen gibt: der pseudoreligiöse Absolutheitsanspruch der Partei: also der Anspruch der Immanenz der absoluten Wahrheit (»die Partei hat immer recht!«), die totale Überwachung von oben nach unten, die Außerkraftsetzung der Gewaltenteilung, die weisungsgebundene Justiz als verlängerter Arm der Partei, die Missachtung der Menschenrechte, die der Meinungs- und Pressefreiheit, die Verfolgung und Verhaftung politisch Andersdenkender, die totale Abschottung des Staates wie eines einzigen Gefängnisses.

Zu deinen natürlich subjektiv geprägten Erfahrungen »mit den Sheriffs« möchte ich mich nicht äußern, räume aber ein, dass innerhalb der Polizei vereinzelt – vereinzelt! – leider auch rassistisches Gedankengut besteht. Dass daraus dienstrechtliche Konsequenzen zu ziehen sind, versteht sich; auch sind in diesem Zusammenhang Disziplinar- oder gar Gerichtsverfahren eingeleitet worden, und darüber ist ja auch publiziert worden.

Selbstverständlich leben wir in einem Umfeld sozialer Verrohung. Wodurch sonst sollten die alltäglichen Gewalttaten auf den Straßen, auf den Bahnhöfen, in den Schulen, auf den Schulhöfen, die durch Hooligans und die durch wirklich nicht wenige Demonstranten begründet werden: etwas, was es früher in dieser Intensität und in diesem Ausmaß nicht gegeben hat? Allen Ernstes dadurch, dass all diese Täter Objekt eines »ungebremsten«, sie zum »Humankapital« degradierenden Kapitalismus seien?

Dass dieser überbordende, häufig moralische Werte missachtende globale Kapitalismus existiert, ist doch eindeutig, auch, dass er nicht der Weisheit letzter Schluss ist und sein darf; jedoch einen Kausalzusammenhang zwischen seinen Akteuren und den Auswirkungen der erwähnten Gewalttaten herzustellen, halte ich für eine ideologische Konstruktion.

Ich bin der Auffassung, dass die nahezu unerschöpfliche, kaum noch zu überschauende Informationsflut des Internets wesentlich ursächlich sei für den Verfall moralischer Werte. Dem Internet eignen ja zwei Seiten: einerseits eine positive, konstruktive, eine wissenserweiternde, eine wissensbereichernde, andererseits eine negative, destruktive, eine gewaltvermittelnde, eine gewaltverherrlichende: welch eine bedenkliche Ambivalenz.

Last, but not least die von dir als »entsorgen« bezeichnet Forumssperrung des Users »Martin Landwirt«. Wie aber rechtfertigst du diese Äußerung?:

»Was unseren Troll hier angeht, so ist deine Erregung überflüssig, weil es sich hier nicht um eine reale, sondern rein virtuelle Person handelt. Martin Landwirt heißt nicht so und er ist auch kein Landwirt.«

Findest nicht auch, dass diese Rechtfertigung ausgesprochen banal sei? »Martin Landwirt« ist Urheber unter diesem Nicknamen veröffentlichter Forumsbeiträge gewesen: somit ein reales Wesen mit der organischen, intellektuellen und seelischen Existenz eben eines Menschen. Es ist in diesem Zusammenhang irrelevant, ob es sich um einen realen oder fiktiven Landwirt handelt. Anders gesagt: Es geht hier – ich habe es bereits erwähnt – um einen respektvollen, menschlichen Umgang: umso mehr, als du es, deinem Niveau entsprechend, wissen müsstest. Die Missachtung solch eines Umgangs kann man so auf den Punkt bringen: »So etwas tut man nicht!« Muss hierüber auch noch diskutiert werden?

Grimm