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Freitag, 16. Oktober 2020, 23:40

Was Rüstungsexporte anrichten: Ein Arzt berichtet aus Krisengebieten

Ein früherer Bekannter meiner Frau Ingeborg schrieb vor einem Jahr einen sehr bewegenden Bericht zum Thema "Waffenhandel":

Zitat

23.10.2019
Hilfsorganisationen
Was Rüstungsexporte anrichten: Ein Arzt berichtet aus Krisengebieten


Von Günter Kittel
Der Autor der folgenden Schilderungen ist Unfallchirurg und stammt aus Österreich. Viele Jahre lang arbeitete Günter Kittel als medizinischer Direktor auf den Salomon-Inseln im Südpazifik und danach für die bayerische evangelische Einrichtung Mission EineWelt in Papua-Neuguinea. Seither ist er als Chirurg für das Rote Kreuz in verschiedenen Konfliktgebieten der Welt unterwegs.

Peschawar, Pakistan, Dezember 2011: Ein alter Mann steht verloren im Zelt unseres Feldspitals und trägt seinen siebenjährigen Enkelsohn in seinen Händen. Das Gesicht des Kindes ist völlig entstellt, Splitter haben seine Augen zerstört, um den Stumpf des rechten Unterarms ist blutiger Verband gewickelt, an der linken Hand sind gerade noch zwei Finger erkennbar.

Unbedingt weiterlesen: https://www.sonntagsblatt.de/artikel/men…-krisengebieten
Liebe Grüße :)

 

Günter

 


Kim

Schüler

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2

Samstag, 17. Oktober 2020, 09:51

Sehr bewegend, was in den Bericht noch zu lesen ist:


Zitat


Ähnliche Verhältnisse finden wir in vielen Gebieten dieser ›einen‹ Welt. Ich möchte noch ein anderes Beispiel vorbringen. Im Süden des Sudans herrschte über Jahrzehnte eine unerträgliche Situation, die Menschenrechte betreffend. Freilich hörte man eher nebenbei vom Ölreichtum dieses Landes. 2011 wurde der Südsudan unabhängig und zum jüngsten anerkannten Staat der Erde. Und was geschah mit den "Menschenrechten"? Das einzige, was es im Überfluss gibt, sind Waffen. Wie in vielen Ländern wurde der Reichtum an Bodenschätzen zum Fluch. Lebensmittel werden abgeworfen, die Menschen hungern dennoch, 400.000 Tote werden seit der erstrebten Unabhängigkeit gezählt. Ging es um Menschenrechte? Dieses Mal arbeitete ich als Chirurg und behandelte fast ausschließlich die Opfer der Gewalt – Schussverletzungen, Verletzungen durch Bomben, Verletzungen durch Minen.


Jetzt, 2019, schreibe ich aus dem Jemen. Ich sehe nicht nur verstümmelte Körper. In solchen Situationen vergessen wir allzu oft die Folgen der heutigen Konflikte. In den modernen Kriegen sind die Folgen verheerender als die unmittelbaren Auswirkungen. Eine halbe Million Kinder ist alleine in diesem Jahr im Jemen von Cholera betroffen, eine halbe Million! Die WHOspricht von zwei Millionen erfassten Verdachtsfällen und 4.000 bestätigten Todesfällen. Und wir schreiben nicht das Jahr 1850, sondern 2019.
https://www.sonntagsblatt.de/artikel/menschen/was-ruestungsexporte-anrichten-ein-arzt-berichtet-aus-krisengebieten




Nemesis

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3

Samstag, 17. Oktober 2020, 10:50

Leider wird das eine immer wiederkehrende Problematik bleiben, solange die Menschen mehrheitlich diejenigen wählen (wenn sie denn die Wahl haben), die sich ihre Politik von den Waffenproduzenten und Lobbyisten und deren zahlreichen Anhängseln vorschreiben lassen. Da helfen dann auch keine der Öffentlichkeit vorgespielten "Showeinlagen" in Sachen Weltfrieden, nuklearer Abrüstung, Ernährungs und Bildungsprogramme für die sog. "3.-Welt-Länder"...

Glücklicherweise muss man als Christ sein Vertrauen nicht auf die "Weisheit" von Menschen setzen. Die Bibel gibt nicht ohne Grund entsprechenden Rat dazu (vergl. Psalm 146). Der ganze Psalm 146 ist überaus lesenswert.

Wer wird Kriege und damit auch Rüstungsexporte stoppen? Psalm 46,9f

8 (9) Kommt und seht die Taten Jahwes, / der Entsetzen auf der Erde verbreitet, 9 (10) der Kriege aufhören lässt auf der ganzen Welt, / der Bogen zerbricht und Speere zerschlägt / und die Streitwagen im Feuer verbrennt.

Wie entsetzlich wird es tatsächlich für die Politiker sein, wenn Gott allen Kriegen ein Ende bereitet...All das schöne Geld und die Macht.... :whistling:

Johann

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Samstag, 17. Oktober 2020, 13:06

Paragraph 6 des Kriegswaffenkontrollgesetzes verbietet unter anderem die Lieferung von Waffen an einen anderen Staat, wenn die Gefahr besteht, dass die Kriegswaffen bei einer friedensstörenden Handlung, insbesondere bei einem Angriffskrieg, verwendet werden. Die Lieferung von Kriegswaffen in Krisengebiete ist damit untersagt. Also bitte, wir liefern nur an Verbündete!

Nemesis

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5

Samstag, 17. Oktober 2020, 14:14

Paragraph 6 des Kriegswaffenkontrollgesetzes verbietet unter anderem die Lieferung von Waffen an einen anderen Staat, wenn die Gefahr besteht, dass die Kriegswaffen bei einer friedensstörenden Handlung, insbesondere bei einem Angriffskrieg, verwendet werden. Die Lieferung von Kriegswaffen in Krisengebiete ist damit untersagt. Also bitte, wir liefern nur an Verbündete!


So ist es Johann, womit die Farce sämtlicher Rüstungsexporte auf die Spitze getrieben wird... :pinch:

Kevin

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Sonntag, 18. Oktober 2020, 19:14

Waffen zu liefern ist ein Verbrechen!!!

Martina

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7

Sonntag, 18. Oktober 2020, 20:22

Waffen zu liefern ist ein Verbrechen!!!
Sehe ich auch so. Und die meisten Politiker spielen das blutige Spiel mit! :thumbdown:

Johann

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Montag, 19. Oktober 2020, 23:27

Aber, wenn fleißige Mitarbeiter ihre Arbeit verlieren, dann jammert ihr auch! Die Waffenherstellung ist nunmal sehr lukrativ! Auch für die Arbeitskräfte. Und, wenn wir nicht liefern, liefert der Ami, der Russe, der Chinese oder Frankreich! Tja, da staunt ihr, was?

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Über mich: Ich vertrete überall die gleiche Meinung und stehe auch dazu .

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9

Dienstag, 20. Oktober 2020, 09:44

Aber, wenn fleißige Mitarbeiter ihre Arbeit verlieren, dann jammert ihr auch! Die Waffenherstellung ist nunmal sehr lukrativ! Auch für die Arbeitskräfte. Und, wenn wir nicht liefern, liefert der Ami, der Russe, der Chinese oder Frankreich! Tja, da staunt ihr, was?


Ja , wir staunen , über so viel Ignoranz und Dummheit , die in einer einzigen Antwort ausgedrückt werden kann .
Ich vertrete überall die gleiche Meinung und stehe auch dazu .

Nemesis

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10

Dienstag, 20. Oktober 2020, 17:40


Ja , wir staunen , über so viel Ignoranz und Dummheit , die in einer einzigen Antwort ausgedrückt werden kann .
Wobei man das wohl bei "Johann" auch schon wieder erwarten kann. Vielleicht muss man damit sogar rechnen. :rolleyes:

Mareike

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11

Samstag, 24. Oktober 2020, 10:53

Aber, wenn fleißige Mitarbeiter ihre Arbeit verlieren, dann jammert ihr auch! Die Waffenherstellung ist nunmal sehr lukrativ! Auch für die Arbeitskräfte. Und, wenn wir nicht liefern, liefert der Ami, der Russe, der Chinese oder Frankreich! Tja, da staunt ihr, was?
;(
Neu hier bin. Wundere mich aber, was hier manche von Stapel lassen! Glaubst Du eigentlich wirklich, was Du da schreibst?

Schuster1

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12

Samstag, 24. Oktober 2020, 12:45


Habe den ganzen von Günther verlinken Artikel gelesen. Wir alle, alle Länder, die immer noch diese furchtbaren Waffen liefern, machen sich schuldig an den Betroffenen Zivilisten! Johann, was du da schreibt, liest sich in meinen Augen zynisch! :(

Nemesis

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13

Samstag, 24. Oktober 2020, 12:59

Aber, wenn fleißige Mitarbeiter ihre Arbeit verlieren, dann jammert ihr auch! Die Waffenherstellung ist nunmal sehr lukrativ! Auch für die Arbeitskräfte. Und, wenn wir nicht liefern, liefert der Ami, der Russe, der Chinese oder Frankreich! Tja, da staunt ihr, was?
;(
Neu hier bin. Wundere mich aber, was hier manche von Stapel lassen! Glaubst Du eigentlich wirklich, was Du da schreibst?


Wahrscheinlich nicht. Johann trollt damit, um sein Bedürfnis an Aufmerksamkeit zu befriedigen.

Adele

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14

Gestern, 16:43

Aber die vielen Arbeitsplätze wollt ihr schon behalten. Jammern auf hohem Niveau!