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1

Samstag, 26. September 2020, 13:00

Umfrage: Dürfen / sollen sich Christen politisch äußern bzw. engagieren?

60%

Ja. Es gehört in der Demokratie zum gelebten Glauben, sich politisch zu äußern bzw. zu engagieren (6)

40%

Nein. Glauben und Politik haben nichts miteinander zu tun. Auch Pastoren / Innen sollen zur Politik schweigen. (4)

0%

Ich vertrete eine ganz andere Auffassung und werde die gleich in einem Beitrag erläutern.

0%

Weiß ich nicht / Ist mir egal

Wie ist das eigentlich, dürfen / sollen sich Christen politisch äußern bzw. engagieren?


Sollen die ihr Wort erheben, wenn in der Politik Ungerechtes beschlossen wird?


Dürfen sollen Christen sich dazu äußern, wenn der Bundestag und der Bundesrat Gesetze verabschieden, die gegen die Verfassung verstoßen?


Oder sollen Christen zu politischen Fragen schweigen?
Liebe Grüße :)

 

Günter

 


Heidi

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2

Samstag, 26. September 2020, 13:27

Selbstverständlich sollen sich Christen und Christen zu politischen Fragen äußern und ihre Meinung vertreten.
Meine Heimat sind nicht nur meine Berge, sondern auch das Watt!


Till

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3

Samstag, 26. September 2020, 13:32

Kirchen sollten sich da raushalten!

Franziskus

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4

Samstag, 26. September 2020, 13:35

Ja.

Gera

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5

Samstag, 26. September 2020, 14:48

Ich wurde schon oft von Freikirchlern angegriffen, die aus ihrer Bibel entnehmen, dass Christen nicht wählen dürfen. Ich war einige Wochen in Pennsylvania im Amishland und erlebte diese Menschen mit ihren Hauben und Hüten als gastfreundlich und liebenswürdig. Wenn sich eine Gruppe so absondert und aus allem öffentlichen Leben heraushält, verurteile ich sie nicht.
Ich begrüßte bisher jede Demo gegen Abtreibung, unterschrieb diesbezüglich desöfteren Schreiben an die Regierung, weil ich eine Verantwortung sehe, von Gott gegebenes Leben zu schützen.
Im März schrieb ich der Bundeskanzlerin und bat sie, im Lockdown mit dem Volk zu beten und ihn um Hilfe zu bitten. Leider bekam ich nie eine Antwort. Ebenfalls schrieb ich ihr vor der Abstimmung für die Homo Ehe - sie und Kauder enthielten sich.
Der Apostel Paulus vertrat einen klaren Standpunkt und ich sehe Protestler wie Bonhoeffer als Vorbild, wenn es gegen christliche Werte geht. Friedvolle Demos sind in einer Demokratie genehmigt, also können Christen dort ihre Meinung kund tun. Demos gegen die lästigen Masken halte ich für zu unwichtig, um mich daran zu beteiligen. In solch unwichtigen Dingen gilt das Wort im Römerbrief, dass wir uns dem Staat unterordnen sollen. Im AT trugen sie in der Wüste wegen des Staubs Tücher zum Schutz des Gesichtes, das ist also keine Sünde. Da gibt es wichtigere Dinge, für die ein Christ seine Kraft einsetzen sollte, aber das ist meine Meinung.

Kim

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6

Samstag, 26. September 2020, 17:59

Selbstverständlich sollen sich Christen und Christen zu politischen Fragen äußern und ihre Meinung vertreten.
---
Sehe ich auch so.

Kurt

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7

Samstag, 26. September 2020, 18:23

Ich nicht. Und Bonhoeffer ist ein ganz schlechtes Beispiel. Gleich kommt noch jemand mit Frahm-Willy (Brand)!!!
:thumbsup: Olaf wird der nächste Kanzler! :thumbsup:

Grubendol

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8

Samstag, 26. September 2020, 19:23

RE: Umfrage: Dürfen / sollen sich Christen politisch äußern bzw. engagieren?

Dürfen sollen Christen sich dazu äußern, wenn der Bundestag und der Bundesrat Gesetze verabschieden, die gegen die Verfassung verstoßen?

Was ist das für eine Frage. Welche Gesetze sollten denn das sein?
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

Gera

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Samstag, 26. September 2020, 19:46

Manche Freikirchen wünschen keine politische Äußerung von Mitgliedern. In unserer Stra0e wohnte mal ein Ältester, der mit seiner Familie Wahlen und politische Standpukte ablehnte. aus der Gemeinde flog ein Leiter, weil einer erzählte, er wäre mit seiner Frau tanzen gewesen. Wir bezeichnen das als weltfremd, können aber nicht widerlegen, dass diese Leute Christen sind. Bereits die Essener zogen sich im 1. Jahrhundert von jedem politischen und gesellschaftlichen Leben zurück und begründeten das mit Jesu Nachfolge.

Grubendol

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10

Samstag, 26. September 2020, 20:14

Bereits die Essener zogen sich im 1. Jahrhundert von jedem politischen und gesellschaftlichen Leben zurück und begründeten das mit Jesu Nachfolge.

Was für ein Glück, dass wir nicht mehr in der Bronzezeit leben.
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

Gera

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Sonntag, 27. September 2020, 09:52

Na, die Bronzezeit war da wohl vorbei, als die Essener in der Wüste warteten, dass Jesus wieder kommt. Persönlich sehe ich es so, dass sie am Christentum vorbei lebten, denn Christus ordnete keine Einsiedelei an sondern die Verkündigung des Evangeliums, was politisches Engagemeint einschließen kann.

Grubendol

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12

Sonntag, 27. September 2020, 14:35

Vor allem gab es bei den Essenern keine Frauen.
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
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Gera

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Sonntag, 27. September 2020, 20:26

Historisch ist nicht belegt, dass es bei den Essenern keine Frauen gab. Nachweislich waren sie stark vom griechischen Manichäismus beeinflusst und lehnten Geschlechtsverkehr ab und waren männlich geprägt. Diese griechische Prägung hielt Einzug in die Kirche und gipfelte im 7. Jh. im Zwangszölibat der Priester.
Noch extremer wurde die Ablehnung des Geschlechtsverkehrs und alles Sichtbaren unter der 2 Schwerter Lehre im Mittelalter, als Staat und Kirche zusammen arbeiteten. Politisches Engagement wurde mit Glauben vermengt und es gipfelte in den Albigenserkreuzzügen in der Languedoc. Betrachtet man dies, kann man sich wirklich die Frage stellen, ob Christen sich politisch engagieren sollen. Auf jeden Fall können Kirche und Staat keine Einheit bilden.
Trotz der damilgen Fehlentwicklungen sehe ich als Christ eine Verantwortung, eine politische Meinung zu haben und zu artikulieren.

Märchenprinz

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14

Sonntag, 27. September 2020, 23:49

Bier ist Bier und Schnaps ist Schnaps!

Gera

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15

Montag, 28. September 2020, 09:58

Ich mag beides nicht weder Bier noch Schnaps, begreife aber nicht, was das hier soll.

Grubendol

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16

Sonntag, 4. Oktober 2020, 21:21

Zitat

Christen mit Rechtsdrall: Und vergeben uns unsere Schuld

Rechte machen die deutsche Erinnerungskultur gern als "Schuldkult" verächtlich. Eine Gruppe von AfD-nahen Christen geht noch weiter und behauptet, dass "Gott die Schuld unseres Landes vergeben" und dieses "freigesprochen" habe.
(...)
Spiegel Online
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Gera

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17

Montag, 5. Oktober 2020, 09:16

Echte Propheten sagen etwas anderes, nämlich, dass Gott Corona zuließ wegen der Sündhaftigkeit. Ich sehe nirgendwo, dass das Volk Buße tut, wie Ninive es tat und verschont wurde. Würde das passieren, könnte ich mir vorstellen, dass Gott eingreift, so wie er auch die Fluten des Roten Meeres teilte, um sein Volk zu beschützen.
Wenn von vergebener Schuld gesprochen wird, so bezieht sich das auf die Judenvernichtung. Deutschland tat Buße, versuchte Wiedergutmachung zu leisten. Im Olympiastadion 1981 baten an Pfingsten Christen aller Konfessionen um Vergebung für die Gräueltaten des 3. Reiches. Damit ist Vergebung da. Ich begriff nie, weshalb man in den folgenden Jahren immer wieder um Vergebung bat für das 3 Reich und fragte öfter, ob Christen nicht mehr an Vergebung glauben.
In der Coronakrise sah ich noch keine echte Buße und Umkehr und automatische Vergebung gibt es nicht.

grimm

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18

Montag, 5. Oktober 2020, 13:24

Dürfen / sollen sich Christen politisch äußern bzw. engagieren?
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Ich verstehe diese Frage nicht. Ein Christ als mündiger Bürger darf sich nicht nur politisch äußern und/oder engagieren, sondern er muss es geradezu; denn es ist ein christliches, ethisches und somit soziales Gebot! Auch ist es durchaus christlich, dass sich ein Christ zu einem politischen Mandatsträger wählen lässt.

Grimm

Gera

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19

Dienstag, 6. Oktober 2020, 17:49

Grimm,
wir sehen die Verantwortung. Viele sagen, Zitat: " Das ist Welt, damit wollen wir nichts zu tun haben. "

Kim

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20

Sonntag, 18. Oktober 2020, 18:13

Grimm,
wir sehen die Verantwortung. Viele sagen, Zitat: " Das ist Welt, damit wollen wir nichts zu tun haben. "
Das kenne ich auch.