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Mittwoch, 9. September 2020, 15:11

Selektive Bibelauslegung - Teil 1

Ihr Lieben,

ich möchte mit Euch in dieser Reihe gerne die Praxis der Exegese der Bibel, also der Auslegung der Heiligen Schrift, in Kirchen, Gemeinden, Bibelstunden und Hauskreisen bedenken. Dabei wird es unter anderem um Homosexualität, um Schwangerschaftsunterbrechung, um Umweltschutz, um soziale Gerechtigkeit, um Schmuck und um vieles, vieles andere mehr gehen.


Nun zum 1. Teil:

Schon seit langem beschäftigt mich dieses Thema, das ich hier im Thread einmal näher vertiefen möchte. Wir werden hier in mehreren Teilen die Praxis der Exegese, also der Auslegung der Heiligen Schrift kritisch bedenken.


Selektive Bibelauslegung ist unter vielen Christen, Gemeinden und Hauskreisen sehr weit verbreitet! Das läuft dann sehr oft nach dem im folgenden beschriebenen Muster ab: Ich vertrete eine bestimmte Meinung und suche jetzt einen passenden Bibelvers, der diese Meinung bestätigt, zur Begründung heraus. So haben eben viele Evangelikale ihre "Lieblingsthemen" wie u. a. Homosexualität und Abtreibung. Dass die Bibel im Zusammenhang geprüft auch ganz andere Forderungen vertritt, interessiert oft nicht.

Waffenhandel, Abholzung des Regenwaldes und soziale Ungerechtigkeit ist doch nicht so schlimm! Davon steht ja in der Bibel ja auch nichts! Die Schöpfung bewahren? Damit ist doch gemeint, dass wir auf Anstand und Moral achten! Das ist viel wichtiger! Was sagen Leute wie Olaf Latzel denn konkret zum Waffenhandel und zur Abholzung des Regenwaldes in Brasilien und Argentinien? Was sagen sie zu der Hungersnot in vielen Ländern? Was sagen sie zu der menschenunwürdigen Unterbringung der Flüchtlinge auf den Inseln der Nordägäis, darunter Lesbos, Samos und Chiosn?

Welche evangelikale Christen, welche Gemeinden und welche christlichen Hauskreise setzen sich hier ein und demonstrieren gegen diese Misstände? Einige sicherlich, die meisten aber nicht. Auf Facebook las ich in den vergangenen Tagen immer wieder von Usern, die sich als Christen bezeichneten, dass es wichtiger sei, sich gegen Homosexualität und gegen Abtreibung zu engagieren. "Und gegen den Kindesmord im Mutterleib demonstrieren wir auch beim "Marsch für das Leben" und "1.000 Kreuze" usw. sogar! ". Aber doch nicht für soziale Gerechtigkeit - "das ist doch Kommunismus!" Davon stehe in der Bibel auch nichts! "Wir dürfen aber Almosen geben ... " - dann sei es aber auch gut!

Wie ist das nun eigentlich? Was steht in der Bibel und was nicht? Was gilt für uns Christen im Jahr 2020 - und was nicht? Gilt für uns alles, was Paulus schrieb? Und wie ist das eigentlich mit dem Alten Testament, was davon gilt für uns Christen noch heute - und was nicht?


Dieser Thread soll kein Monolog meinerseits sein. Ich lade herzlich zum Mitposten, also Mitschreiben, ein. :)



Teil 2: http://niederelbe-forum.de/index.php?pag…d&threadID=1240



Liebe Grüße :)

 

Günter

 


Grubendol

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Donnerstag, 10. September 2020, 15:11

Genau, warum gehen sie nicht gegen Rasierapparate oder Tattoostudios auf die Straße ... 3. Mose 19
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

Märchenprinz

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Sonntag, 13. September 2020, 12:10

RE: Selektive Bibelauslegung - Teil 1


Selektive Bibelauslegung ist unter vielen Christen, Gemeinden und Hauskreisen sehr weit verbreitet! Das läuft dann sehr oft nach dem im folgenden beschriebenen Muster ab: Ich vertrete eine bestimmte Meinung und suche jetzt einen passenden Bibelvers, der diese Meinung bestätigt, zur Begründung heraus. So haben eben viele Evangelikale ihre "Lieblingsthemen" wie u. a. Homosexualität und Abtreibung. Dass die Bibel im Zusammenhang geprüft auch ganz andere Forderungen vertritt, interessiert oft nicht.



Das habe ich bei vielen, die sich Christen nannten sehr oft erlebt. Und: Wer anderer Meinung ist, der hat eben keine Ahnung!!!
Günther, Recht hast du. Aber wer wird das von diesen Pharisaern ernst nehmen?

Axel

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Sonntag, 13. September 2020, 16:33

Jeder sollte die Bibel kennen. Aber das Auslegen ist oft schwer. Dafür haben wir doch die Pastoren und die Pfarrer.

Wir lieben die Jagd

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Sonntag, 13. September 2020, 19:32

Eben dafür haben wir die Pastoren. Andere kennen sich da doch gar nicht richtig aus. Es ist da wie bei der Jagd! Da kannst Du auch nicht Hinz und Kunz fragen!

Martina

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Sonntag, 13. September 2020, 19:39

Jeder sollte die Bibel kennen. Aber das Auslegen ist oft schwer. Dafür haben wir doch die Pastoren und die Pfarrer.
Wo in der Bibel steht das?

Jochen

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Montag, 14. September 2020, 20:19

Eben, da steht nichts darüber, daß das der Job von Pastoren oder Bibelforschern ist. Jeder kann doch lesen und denken.

Don Camillo

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Montag, 14. September 2020, 21:06

Beides ist richtig. Dafür haben wir wirklich die Bibel. Aber wir haben auch die Pfarrer, die haben das schließlich studiert! Und, wenn es mal ans Ende geht, dann sind sie in der letzten Stunde bei uns. Wunderbar diese Hoffnung!

Peppi

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Montag, 14. September 2020, 21:30

Wo engagieren sich Christen denn aktiv gegen den Waffenhandel und gegen die Umweltverschmutzung, wie oben von Günther gefragt wurde???

Peppi

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Dienstag, 15. September 2020, 12:04

RE: Selektive Bibelauslegung - Teil 1


Selektive Bibelauslegung ist unter vielen Christen, Gemeinden und Hauskreisen sehr weit verbreitet! Das läuft dann sehr oft nach dem im folgenden beschriebenen Muster ab: Ich vertrete eine bestimmte Meinung und suche jetzt einen passenden Bibelvers, der diese Meinung bestätigt, zur Begründung heraus. So haben eben viele Evangelikale ihre "Lieblingsthemen" wie u. a. Homosexualität und Abtreibung. Dass die Bibel im Zusammenhang geprüft auch ganz andere Forderungen vertritt, interessiert oft nicht.



O ja, das habe ich auch so erlebt. Ich war in einem Hauskreis und musste mir dort immer die spießige Doppelmoral der Leiter anhören. Die hatten es dort vor allem mit der Abtreibung und den Homos! Und natürlich daß das Weib in der Gemeinde zu schweigen hätte.

Das Thema Nächstenliebe beschränkte sich aber darauf, saß man ein paar Stullen Brot für die Penner schmierte. "Bloß kein Geld geben, das versaufen die ja. Und im leer stehenden Gästehaus unterbringen können wir die ja nicht. Nachher fehlt dort was von der Einrichtung! Aber ein paar Brote sind für so einen Penner doch auch gut! "

Faith

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Dienstag, 15. September 2020, 13:31

RE: RE: Selektive Bibelauslegung - Teil 1


Selektive Bibelauslegung ist unter vielen Christen, Gemeinden und Hauskreisen sehr weit verbreitet! Das läuft dann sehr oft nach dem im folgenden beschriebenen Muster ab: Ich vertrete eine bestimmte Meinung und suche jetzt einen passenden Bibelvers, der diese Meinung bestätigt, zur Begründung heraus. So haben eben viele Evangelikale ihre "Lieblingsthemen" wie u. a. Homosexualität und Abtreibung. Dass die Bibel im Zusammenhang geprüft auch ganz andere Forderungen vertritt, interessiert oft nicht.



O ja, das habe ich auch so erlebt. Ich war in einem Hauskreis und musste mir dort immer die spießige Doppelmoral der Leiter anhören. Die hatten es dort vor allem mit der Abtreibung und den Homos! Und natürlich daß das Weib in der Gemeinde zu schweigen hätte.

Das Thema Nächstenliebe beschränkte sich aber darauf, saß man ein paar Stullen Brot für die Penner schmierte. "Bloß kein Geld geben, das versaufen die ja. Und im leer stehenden Gästehaus unterbringen können wir die ja nicht. Nachher fehlt dort was von der Einrichtung! Aber ein paar Brote sind für so einen Penner doch auch gut! "
:thumbsup:
Völlig richtig, was dort gelebt und gelehrt wurde! Absolut richtig!
Praise The Lord!


Aaron

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Dienstag, 15. September 2020, 14:18

Mal nachdenken und nicht zu schnell den Kommunisten zujubeln!


Zitat

Frage: "Was sagt die Bibel über die soziale Gerechtigkeit?"

Antwort: Bevor wir auf den christlichen Standpunkt hinsichtlich sozialer Gerechtigkeit eingehen, müssen wir den Begriff definieren. Soziale Gerechtigkeit ist ein dermaßen politisch aufgeheiztes Thema, dass man es nur schlecht aus dem modernen Zusammenhang reißen kann. Soziale Gerechtigkeit wird oft als Schlachtruf der linken Seite des politischen Spektrums verwendet. Dieser Auszug des Eintrags über „soziale Gerechtigkeit“ im Wikipedia ist eine gute Definition dieses Verständnisses:

„Der Begriff der sozialen Gerechtigkeit bezieht sich auf gesellschaftliche Zustände, die hinsichtlich ihrer relativen Verteilung von Rechten, Möglichkeiten und Ressourcen als fair oder gerecht bezeichnet werden können. Was genau Inhalt und Maßstab dieser Form von Gerechtigkeit sei, ist aber seit jeher umstritten und vielschichtig. … Der Begriff der sozialen Gerechtigkeit wird innerhalb öffentlicher Debatten zwar sehr häufig verwendet, aber selten exakt definiert. Politische Entscheidungsträger erzeugen und vertreten bestimmte Vorstellungen von sozialer Gerechtigkeit.“ [entnommen der deutschen Wikipedia-Website]. In der englischen Google-Version (frei übersetzt) wird geschrieben: „Soziale Gerechtigkeit ist auch ein Konzept, das von manchen verwendet wird, um Bewegungen zu einer sozial gerechten Welt zu beschreiben. In diesem Zusammenhang basiert soziale Gerechtigkeit auf Menschenrechten und Gleichheit und beinhaltet größeren ökonomischen Egalitarismus durch progressive Besteuerung oder sogar Eigentumsumverteilung. Diese Strategien zielen darauf ab, das zu erreichen, was Entwicklungsökonomen als mehr Chancengleichheit bezeichnen, als es in einigen Gesellschaften derzeit existieren mag, und die Gleichheit der Ergebnisse in Fällen herzustellen, in denen zufällige Ungleichheiten in einem verfahrensrechtlich gerechten System auftreten.“

Das Schlüsselwort dieser Definition ist „Egalitarismus”. Das Wort, gepaart mit Begriffen wie „Einkommen – und Eigentumsumverteilung“ und „Gleichheit des Ergebnisses“, sagt viel über soziale Gerechtigkeit. Egalitarismus als politische Lehre begünstigt im Wesentlichen die Idee, dass alle Menschen die gleichen (gleichwertigen) politischen, sozialen, wirtschaftlichen und Bürgerrechte haben sollten. Diese Vorstellung basiert auf dem Fundament unabdingbarer Menschrechte, die in Regierungs-/Gründungsdokumenten wie der Unabhängigkeitserklärung der USA verankert sind.

Allerdings gibt Egalitarismus, wird er als wirtschaftliche Lehre angewendet, dem Sozialismus und Kommunismus Rückenwind. Ökonomischer Egalitarismus versucht Barrieren der wirtschaftlichen Ungleichheit durch Umverteilung des Vermögens niederzureißen. Dies können wir in sozialen Programmen wie Sozialhilfe umgesetzt sehen, wo progressive Besteuerung proportional mehr Geld von wohlhabenden Personen nimmt, um den Lebensstandard sozial Schwächerer anzuheben. Anders formuliert, nimmt die Regierung von den Reichen und gibt es den Armen.

Bei dieser Anschauung gibt es zwei Probleme: erstens gibt es eine falsche Voraussetzung beim wirtschaftlichen Egalitarismus, dass die Rechen reich geworden sind, indem sie Arme ausnutzen. Viel der sozialistischen Literatur der letzten 150 Jahren unterstützt diese Ansicht. Das mag zwar damals primär der Fall gewesen sein, als Karl Marx sein Kommunistisches Manifest herausbrachte, und heute mag dies hin und wieder immer noch der Fall sein, aber sicherlich nicht immer. Zweitens bringen Sozialprogramme oft mehr Probleme als sie lösen; anders gesagt, sie funktionieren nicht gut. Sozialhilfe, die öffentliche Steuern verwendet, um das Einkommen von Arbeitslosen aufzubessern, hat meist die Auswirkung, dass die Empfänger von den Ausgaben der Regierung abhängig gemacht werden, anstatt zu versuchen ihre Situation zu verbessern. Dort, wo Sozialismus/Kommunismus auf nationaler Ebene versucht wurde, hat dieser es geschafft, die Klassenunterschiede in der Gesellschaft aufzuheben. Stattdessen ersetzte man hiermit die Differenzierung zwischen adeligem/gewöhnlichem Mann durch die Differenzierung Arbeiterklasse/politische Klasse.
......


Ein weiterer Unterschied liegt darin, dass die christliche Weltanschauung nicht davon ausgeht, reiche Menschen hätten ihren Wohlstand unrechtmäßig verdient. Wohlstand ist nichts Böses in der christlichen Weltanschauung, aber er geht einher mit einer Verantwortung und einer Erwartung, gut verwalten zu werden (weil jeder Reichtum von Gott kommt). Die heutige soziale Gerechtigkeit agiert mit der Vermutung, dass Reiche immer Arme ausnutzen. Ein dritter Unterschied ist, dass nach christlichem Verständnis durch die gute Verwaltung des Vermögens ein Christ freiwillig an ausgewählte soziale Einrichtungen spenden kann. Wenn ein Christ z.B. ein Herz für ungeborenes Leben hat, kann er Pro-Life Agenturen mit seiner Zeit, seinen Fähigkeiten und seinem Geld unterstützen. Unter der kontemporären Form der sozialen Gerechtigkeit sind es die Mächtigen in der Regierung, die entscheiden, an wen das Vermögen verteilt wird. Wir haben keine Kontrolle darüber, was die Regierung mit unseren Steuergeldern macht, und leider geht das Geld öfter als uns lieb ist an Stellen, die wir als nicht unterstützungswürdig erachten.



https://www.gotquestions.org/Deutsch/soz…echtigkeit.html

Don Camillo

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Dienstag, 15. September 2020, 14:32

Eine gute biblische und wissenschaftlich untermauerte Analyse! Wie wahr!

Peppi

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Mittwoch, 16. September 2020, 12:33

Nö, ich finde diese sog. Analyse überhaupt nicht gut! Tausende Flüchtlinge in Griechenland und im reichen Deutscland wird diskutiert und diskutiert! Bei der Rettung für die Großkonzerne für die Folgen von Corona gingen die Milliarden schneller über den Tisch!

Ilse

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Mittwoch, 16. September 2020, 16:03

Nö, ich finde diese sog. Analyse überhaupt nicht gut! Tausende Flüchtlinge in Griechenland und im reichen Deutscland wird diskutiert und diskutiert! Bei der Rettung für die Großkonzerne für die Folgen von Corona gingen die Milliarden schneller über den Tisch!
Auch wieder wahr! Aber irgendwoher muß das Geld ja kommen. Seit Corona sind die Firmen ja auch nicht mehr so reich.

Kurt

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Donnerstag, 17. September 2020, 14:39

Ich möchte nicht wissen, wie viele Geschäftsinhaber jetzt sehr viel verloren haben. Gehört habe ich das schon vom Otto-Versand!
:thumbsup: Olaf wird der nächste Kanzler! :thumbsup:

Antje

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Mittwoch, 23. September 2020, 12:27

Mal nachdenken und nicht zu schnell den Kommunisten zujubeln!


Zitat

Frage: "Was sagt die Bibel über die soziale Gerechtigkeit?"

Antwort: Bevor wir auf den christlichen Standpunkt hinsichtlich sozialer Gerechtigkeit eingehen, müssen wir den Begriff definieren. Soziale Gerechtigkeit ist ein dermaßen politisch aufgeheiztes Thema, dass man es nur schlecht aus dem modernen Zusammenhang reißen kann. Soziale Gerechtigkeit wird oft als Schlachtruf der linken Seite des politischen Spektrums verwendet. Dieser Auszug des Eintrags über „soziale Gerechtigkeit“ im Wikipedia ist eine gute Definition dieses Verständnisses:

„Der Begriff der sozialen Gerechtigkeit bezieht sich auf gesellschaftliche Zustände, die hinsichtlich ihrer relativen Verteilung von Rechten, Möglichkeiten und Ressourcen als fair oder gerecht bezeichnet werden können. Was genau Inhalt und Maßstab dieser Form von Gerechtigkeit sei, ist aber seit jeher umstritten und vielschichtig. … Der Begriff der sozialen Gerechtigkeit wird innerhalb öffentlicher Debatten zwar sehr häufig verwendet, aber selten exakt definiert. Politische Entscheidungsträger erzeugen und vertreten bestimmte Vorstellungen von sozialer Gerechtigkeit.“ [entnommen der deutschen Wikipedia-Website]. In der englischen Google-Version (frei übersetzt) wird geschrieben: „Soziale Gerechtigkeit ist auch ein Konzept, das von manchen verwendet wird, um Bewegungen zu einer sozial gerechten Welt zu beschreiben. In diesem Zusammenhang basiert soziale Gerechtigkeit auf Menschenrechten und Gleichheit und beinhaltet größeren ökonomischen Egalitarismus durch progressive Besteuerung oder sogar Eigentumsumverteilung. Diese Strategien zielen darauf ab, das zu erreichen, was Entwicklungsökonomen als mehr Chancengleichheit bezeichnen, als es in einigen Gesellschaften derzeit existieren mag, und die Gleichheit der Ergebnisse in Fällen herzustellen, in denen zufällige Ungleichheiten in einem verfahrensrechtlich gerechten System auftreten.“

Das Schlüsselwort dieser Definition ist „Egalitarismus”. Das Wort, gepaart mit Begriffen wie „Einkommen – und Eigentumsumverteilung“ und „Gleichheit des Ergebnisses“, sagt viel über soziale Gerechtigkeit. Egalitarismus als politische Lehre begünstigt im Wesentlichen die Idee, dass alle Menschen die gleichen (gleichwertigen) politischen, sozialen, wirtschaftlichen und Bürgerrechte haben sollten. Diese Vorstellung basiert auf dem Fundament unabdingbarer Menschrechte, die in Regierungs-/Gründungsdokumenten wie der Unabhängigkeitserklärung der USA verankert sind.

Allerdings gibt Egalitarismus, wird er als wirtschaftliche Lehre angewendet, dem Sozialismus und Kommunismus Rückenwind. Ökonomischer Egalitarismus versucht Barrieren der wirtschaftlichen Ungleichheit durch Umverteilung des Vermögens niederzureißen. Dies können wir in sozialen Programmen wie Sozialhilfe umgesetzt sehen, wo progressive Besteuerung proportional mehr Geld von wohlhabenden Personen nimmt, um den Lebensstandard sozial Schwächerer anzuheben. Anders formuliert, nimmt die Regierung von den Reichen und gibt es den Armen.

Bei dieser Anschauung gibt es zwei Probleme: erstens gibt es eine falsche Voraussetzung beim wirtschaftlichen Egalitarismus, dass die Rechen reich geworden sind, indem sie Arme ausnutzen. Viel der sozialistischen Literatur der letzten 150 Jahren unterstützt diese Ansicht. Das mag zwar damals primär der Fall gewesen sein, als Karl Marx sein Kommunistisches Manifest herausbrachte, und heute mag dies hin und wieder immer noch der Fall sein, aber sicherlich nicht immer. Zweitens bringen Sozialprogramme oft mehr Probleme als sie lösen; anders gesagt, sie funktionieren nicht gut. Sozialhilfe, die öffentliche Steuern verwendet, um das Einkommen von Arbeitslosen aufzubessern, hat meist die Auswirkung, dass die Empfänger von den Ausgaben der Regierung abhängig gemacht werden, anstatt zu versuchen ihre Situation zu verbessern. Dort, wo Sozialismus/Kommunismus auf nationaler Ebene versucht wurde, hat dieser es geschafft, die Klassenunterschiede in der Gesellschaft aufzuheben. Stattdessen ersetzte man hiermit die Differenzierung zwischen adeligem/gewöhnlichem Mann durch die Differenzierung Arbeiterklasse/politische Klasse.
......


Ein weiterer Unterschied liegt darin, dass die christliche Weltanschauung nicht davon ausgeht, reiche Menschen hätten ihren Wohlstand unrechtmäßig verdient. Wohlstand ist nichts Böses in der christlichen Weltanschauung, aber er geht einher mit einer Verantwortung und einer Erwartung, gut verwalten zu werden (weil jeder Reichtum von Gott kommt). Die heutige soziale Gerechtigkeit agiert mit der Vermutung, dass Reiche immer Arme ausnutzen. Ein dritter Unterschied ist, dass nach christlichem Verständnis durch die gute Verwaltung des Vermögens ein Christ freiwillig an ausgewählte soziale Einrichtungen spenden kann. Wenn ein Christ z.B. ein Herz für ungeborenes Leben hat, kann er Pro-Life Agenturen mit seiner Zeit, seinen Fähigkeiten und seinem Geld unterstützen. Unter der kontemporären Form der sozialen Gerechtigkeit sind es die Mächtigen in der Regierung, die entscheiden, an wen das Vermögen verteilt wird. Wir haben keine Kontrolle darüber, was die Regierung mit unseren Steuergeldern macht, und leider geht das Geld öfter als uns lieb ist an Stellen, die wir als nicht unterstützungswürdig erachten.



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***
Selten so einen Unsinn gelesen! ?(

Kevin

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Mittwoch, 23. September 2020, 16:43

Wer jubelt hier denn den Kommunisten zu?

Antje

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Donnerstag, 24. September 2020, 18:13

Günther schrieb in seinem Eingangsposting von "Waffenhandel, Abholzung des Regenwaldes und soziale Ungerechtigkeit". Okay, ich denke, dass sich viele Glaubensgeschwister damit überhaupt nicht befasst haben, weil sie im Konfer und in der Bibelstunde immer wieder hören mußten, dass so eine Denke Kommunismus ist. Aber stimmt das eigentlich?

Kurt

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Donnerstag, 24. September 2020, 18:43

Nein, ein, das geht uns wirklich nichts an. Außer bei richtig schlimmen Sünden wie Kindesmord und Homosexualität! Da müssen wir Christen unser Wort erheben. Aber bei sog. sozialer Gerechtigkeit? Da können wir auch gut Almosen geben.
:thumbsup: Olaf wird der nächste Kanzler! :thumbsup:

Gera

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Samstag, 26. September 2020, 12:11

Beides ist richtig. Dafür haben wir wirklich die Bibel. Aber wir haben auch die Pfarrer, die haben das schließlich studiert! Und, wenn es mal ans Ende geht, dann sind sie in der letzten Stunde bei uns. Wunderbar diese Hoffnung!

Don Camillo,

ich hatte erst jetzt die Zeit alles zu lesen. Zum einen stimme ich dir zu, dass wir Theologen das jahrelang studiert haben und zumindestens wissen, wo vieles in der Bibel steht. Zum anderen sind viele Theologen seit Bultmann aif einer falschen Fährte. Mein Professor in Mainz verkündete offen in unseren Seminaren, Jesus sei so lange auferstanden, wie er in den Gedanken der Leute weiterlebt. Auch die Seesturmperikope ist nur ein Bild, womit Jesus etwas ausdrücken will und es geschah nie so. Ich beschäftigte mich ein ganzes Semester mit dem Thema an der Uni Mainz. Bei den evangelischen Kollegen weiter hinten im Gebäude lehrte damals Dorothe Sölle.... Theologie schützt nicht vor Irrtum, genau so wenig wie eine freikirchliche Bibelschule. Ich wurde mal von der Mitarbeiterin einer Bibelschule bearbeitet, die Bibel verbiete mir Hosen, Frauen mussten dort Röcke tragen. Mein Mann fragte sie, ob sie denn keine Unterhose tragen würde. Naiver Biblizismus ist genauso gefährlich wie manche Theologie. Deshalb sollen wir alles prüfen, das Gute behalten.

Gera

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22

Samstag, 26. September 2020, 12:36

Waffenhandel

Antje und andere,
in Bezug auf Waffenhandel ist die Bibel nicht eindeutig.
An der theologischen Fakultät in Mainz war kaum ein Mann, der Zwangswehrdienst geleistet hatte in der Bundeswehr, denn sie waren befreir. In meiner Jugend verweigerten viele Bekannte aus Gewissensgründen den Wehrdienst und leisteten Ersatzdienst nach dem Bibelwort " selig die Friedfertigen".
Im Relgionssunterricht war das 5. Gebot immer ein Lieblingsthema meiner Schüler und wir diskutierten oft darüber, dass im Urtext steht " nicht sollst du morden" Mord ist etwas anderes als zu töten. Wenn Väter töten, um ihre Familien zu schützen, so kann ich das mit meinem Christsein vereinbaren. In manchen Fällen kann ich mitvollziehen, wenn jemand Waffen verkauft, denn das Volk Israel kämpfte auch gegen die Feinde.

23

Samstag, 26. September 2020, 12:50

Moin Gera,

Waffenhandel ist ein riesiger Wirtschaftszweig, hinter denen hohe Gewinne stecken. Viele Kriege in den letzten Jahrzehnten waren in ihrem Ausmaß nur möglich, weil Deutschland, die U.S.A. und andere Länder die Kriegsparteien mit den Waffen versorgten.
Liebe Grüße :)

 

Günter

 


Heidi

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Samstag, 26. September 2020, 13:28

Eben! Waffenhandel gehört geächtet!
Meine Heimat sind nicht nur meine Berge, sondern auch das Watt!


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25

Samstag, 26. September 2020, 13:40

Man stelle sich mal vor , die ganze Energie , die in die Herstellung von Waffen fliesst , würde in zukunftsträchtige Projekte gesteckt , dann würde es der Menschheit bedeutend besser gehen .
Ich vertrete überall die gleiche Meinung und stehe auch dazu .

Gera

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Samstag, 26. September 2020, 14:22

Günter,
Menschenhandel lehnen wir wohl alle ab. Aber ich sehe nichts Verwerfliches darin, wenn den verachteten unterdrückten Kurden an der irakisch-türkischen Grenze Waffen geliefert wurden, damit sie sich gegen die Unterdrücker wehren konnten. Christen haben Kobane verteidigt und ich vermute, viele Frauen vor Vergewaltigung gerettet.
Wir waren nach dem Krieg in Albanien und die gesamte christliche Arbeit, Schulen, Gotteshaus, Arztpraxis, Suppenküche wurde rund um die Uhr von Bewaffneten bewacht, die permanent um das Gebäude patrouillierten, Maschinengewehre in der Hand. Wären ihnen diese Waffen nicht zum Schutz verkauft worden, hätten die Christen niemandem helfen können in den Wirren und auch wir hätten nicht für Albaner beten können und Kindermission durchführen können. Wir waren dankbar, dass es Bewaffnete zu unserem und deren Schutz gab. Natürlich ist der meiste Waffenhandeln abzulehnen und sind bewusst inszenierte Gewaltkonflikte nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar.

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Samstag, 26. September 2020, 14:35

Jesus hatte da eine ganz andere Ansicht : " Und siehe, einer aus denen, die mit Jesus waren, reckte die Hand aus und zog sein Schwert aus und schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm ein Ohr ab. Da sprach Jesus zu ihm; Stecke dein Schwert an seinen Ort! denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen. Oder meinst du, daß ich nicht könnte meinen Vater bitten, daß er mir zuschickte mehr denn zwölf Legionen Engel? Wie würde aber die Schrift erfüllet? Es muß also gehen. "
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Samstag, 26. September 2020, 18:03

So ist es. Aber es wird ja so viel mit den Waffen verdient. Da hört bei vielen Christinnen und Christen dann das Gewissen und die Moral auf.

Don Camillo

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Samstag, 26. September 2020, 18:13

Kurt hat Recht! Er schrieb:
.

Nein, ein, das geht uns wirklich nichts an. Außer bei richtig schlimmen Sünden wie Kindesmord und Homosexualität! Da müssen wir Christen unser Wort erheben. Aber bei sog. sozialer Gerechtigkeit? Da können wir auch gut Almosen geben.

.
Und genauso ist es: Wir sollten uns gegen Kindesmord und gegen Homosexualität gerade machen. Die sind Gott ein Greuel! Und an die Armen sollen wir natürlich auch denken. Die sollen unsere Almosen bekommen. Aber, das ist wichtig: Nicht gezwungenermaßen, sondern auf Freiwilligenbasis!!! Wir leben hier ja nicht im Kommunismus!!!

Gera

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Sonntag, 27. September 2020, 09:56

Es liegt ein Denkfehler vor: Sünde ist Sünde und Jesus Christus starb für jede Sünde. Sexuelle Verfehlungen sind nicht schlimmer als Hass oder Habgier. Ohne Christus kommr niemand in den Himmel, da alle irgendwo gesündigt haben.