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Mittwoch, 26. August 2020, 21:13

Pro und Contra - Sollten Christen an Demos gegen Corona-Regeln teilnehmen?

Zitat

Pro und Kontra
25. August 2020



Sollten Christen an Demos gegen Corona-Regeln teilnehmen?

Wetzlar (idea) – In verschiedenen deutschen Städten kommt es immer wieder zu Demonstrationen gegen staatliche Maßnahmen, die die Corona-Pandemie eindämmen sollen. Kritiker werfen den Teilnehmern vor, Verschwörungstheoretikern aufzusitzen. Sollten Christen an solchen Demonstrationen teilnehmen? Dazu äußern sich zwei Theologen in einem Pro und Kontra für die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar).

Pro: Staatliche Maßnahmen sind unverhältnismäßig
Thomas Dietz, Pfarrer des Evangelischen Pfarrsprengels Schönfeld (Uckermark), beteiligte sich am 1. August an einer solchen Demonstration. Dietz begründet dies unter anderem mit der Beerdigung von drei Menschen, die aufgrund der Anti-Corona-Maßnahmen „seelisch vor Einsamkeit verkümmert sind“.

Er verweist ferner auf den Niedergang von Gasthöfen und jeglicher Kultur, aufgeschobene Operationen und daraus resultiererender Not sowie den Abbruch von Erntearbeiten „wegen völlig unsinniger Quarantäne“. Der Theologe hat nach eigenen Angaben von Beginn an die Unverhältnismäßigkeit der Maßnahmen in Offenen Briefen an die Landesregierung hinterfragt. Die Bevölkerung werde „mit astronomischen Fehlrechnungen überschüttet“ und bewusst in Angst versetzt. Das Robert-Koch-Institut und Politiker machten die widersprüchlichsten Aussagen. Wer nicht auf der Seite der „Regierungsvorgaben“ steht, werde zum Feind erklärt. Die Folge: „Nach der Diskursverweigerung folgt die friedliche Demonstration. Das war 1989 so. Und das sollte wirklich umsonst gewesen sein?“

Kontra: Christen dürfen Regelungen nicht miss- und verachten
Die Gegenmeinung vertritt der Präses der Evangelischen Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems, Michael Voss (Wuppertal). Nach seinen Worten gibt es zwar Meinungsfreiheit und das Recht zu demonstrieren, aber: „Menschen, und dies gilt besonders für Christen, haben nicht die Freiheit, Meinungen in einer Art und Weise in die Öffentlichkeit zu tragen, die bestehende Regelungen miss- und verachten“, etwa Maskenpflicht und Abstandsgebot. Das geschehe aber bei „Anti-Corona-Demonstrationen“ massenhaft.

Dort werde aggressiv dazu aufgerufen, keine Masken zu tragen und sich bewusst nicht an die Corona-Regeln zu halten. Voss: „Das ist nicht nur rechtswidrig, sondern vor allem auch lieblos.“ Es diene nicht dem anderen, sondern einem Verständnis von „Freiheit“, das in Kauf nehme, andere zu gefährden. Das könne von Christen nicht geteilt oder unterstützt werden. „Wo aber bewusst Gesundheit und Leben gefährdet werden, sollten Christen sich die Freiheit nehmen, Distanz zu wahren.“

https://www.idea.de/gesellschaft/detail/…men-113983.html
Liebe Grüße :)

 

Günter

 


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Donnerstag, 27. August 2020, 15:43

Wer mit der AfD marschiert, kann sich ja wohl kaum Christ nennen.
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

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3

Freitag, 11. September 2020, 16:33

"Religiöse Ausnahme"

Maskenverweigerer zeigt selbstgedruckte "Religiöse Ausnahme-Karte" vor und beklagt "religiöse Diskriminierung", weil man ihn zum Tragen der Maske auffordert:


Zitat

Anti-Masker At Store Shows Fake “Religious Exemption” Card After Refusing To Wear Mask

An anti-masker in California tried to claim “religious exemption” while shopping at a grocery store last weekend.

Two employees at Safeway in Santa Rosa approached the man, who had somehow gotten into the store without a mask and was mid-shopping, and tried to explain to him that the store has a mandatory mask policy in effect.
(...)
https://god.dailydot.com/anti-masker-fake-card/
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

Kim

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4

Freitag, 11. September 2020, 21:24

Wer mit der AfD marschiert, kann sich ja wohl kaum Christ nennen.
Mit Reichesbürgern und AFD-lern zusammen marschieren, das geht ja wohl auch nicht!

Gera

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Samstag, 12. September 2020, 09:46

Ich denke, man kann keine Pauschalantwort geben, deshalb wählte ich in der Abstimmung "teils, teils". Natürlich dürfen auch Christen in einer Demokratie ihre Meinung äußern, die Bibel verbietet das nicht, so lange das Wort Gottes geachtet wird. Parolen wie " wir müssen die Regierung stürzen, Merkel muss weg!" von Christen widersprechen klar dem biblischen Liebesgebot und sind überflüssig, da Merkeln in einem Jahr weg sein wird.

Mit Rechtsradikalen und Gewalttätigen würde ich nie zusammen demonstrieren, auch wenn manche Maßnahmen aus mangelnder Kenntnis des Virus überzogen waren. Es ist bedauerlich, dass manche Betriebe in Not gerieten, da hat der Kirchenvertreter Recht und es ist gut, wenn das einer äußert. Christen, die sich berufen fühlen, können auch eine friedvolle Demo veranstalten, aber die Bibel fordert, nicht mit Ungläubigen am selben Joch zu ziehen. So sollte sich jeder überlegen, ob er wirklich mit der AFD zusammen arbeiten kann.

Dennoch beobachte ich, dass die meisten Christen den Auftrag Jesu in dieser Situation total aus den Augen verlieren. Jesus selbst befreite Israel nicht von den Römern sondern verkündete Gottes Reich und will das wir das auch tun. wer demonstriert dafür, dass Gottes Herrschaft aufgerichtet wird?

Mareike

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Samstag, 12. September 2020, 19:35

Zusammen mit Leuten die die Nazifahnen tragen? Nein!

Gera

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Sonntag, 13. September 2020, 11:03

Mareike,

das sehe ich genau so. Aber mit einer Gruppe von Nachfolgern Jesu ist demonstrieren möglich, für die, die es auf dem Herzen haben.