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Gera

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Montag, 8. Juli 2019, 10:00

Was ist biblisches Verhalten?

Wir hatten gestern eine Diskussion beim Kaffeetrinken nach dem Gottesdienst. Ich sprach bei der Moderation darüber, dass jeder Fähigkeiten hat, die kein anderer hat und es wichtig ist, in seinem Erbteil zu stehen, was viele Christen nicht tun. Dazu erzählte ich ein Beispiel aus Mitte der 90-ger Jahre. Wir waren mehrere Wochen bei " Städte für Jesus" in Burgas gewesen. Diese Gemeinde stützte uns, hier im Haus Gemeinde zu bauen. Samstagsabends hatten wir Gottesdienste, die ich als Pastorin leitete. Immer wieder bekam ich Prophetien, ich sollte eine bestimmte charismatische Gemeinde besuchen. Weil die Kinderstunde haben, schauten wir uns die Gemeinde an. Bereits beim 2. Mal sahen wir, dass sie eine andere Lehrrichtung haben als wir. Dann hatten sie einen Gastsprecher und ich denke, ich fuhr zu dem Gottesdienst, sicher och müde von meiner Predigt am Abend vorrher. Nach der Versammlung bat der Pastor mich, während des Gottesdienstes Kaffee zu Kuchen, den Tisch zu decken und dann zu bedienen. Ich war erstaunt, dass Gäste helfen sollten und antwortete, ich suche keine Mitarbeit Der Pastor hatte sich nicht mit uns unterhalten, wusste wohl nicht, dass ich Pastorin von Städte für Jesus war und in den Ferien oft in Osteuropa diente und meinte, er habe gedacht, ich würde den Kaffeedienst jeden Sonntag machen. Wahrscheinlich hatten sie eine Küche, wo man das vorbereiten konnte. Ich sagte darauf gar nichts. Wir hatten dann auch genug Arbeit in unserer kleinen eigenen Gemeinde und ich vergaß das, bis eine Freundin kam und mich fertig machte. X. ( ich kannte die nicht), habe so geweint. Sie hatte in der Gemeinde ihre Berufung gefunden und war so glücklich, den Kaffeedienst machen zu können. Da kam die Pastorin von SfJ daher gelaufen und wollte ihr den Dienst sofort wegnehmen.... Ich beruhigte meine Freundin, wenn ich dort Kaffee einschenken würde, würde der gute Mann viele Besucher verlieren, denn das ist nicht mein Ding, egal, ob die Sahne kleckert, der Kaffee verschüttet wird....Gestern kam die Frage auf, ob ich bereit wäre zu dienen und ich entgegnete, ich sei nach der Leitung des Gottesdienstes als einzige zur Kaffeeecke gegangen, hätte das >Buffet hergerichtet, Kuchen und Salate aufgedeckt, damit sich jeder bedienen könnte...Aber ich bin ungeeignet für dauerhaften Tischdienst, da sind X., Y. ...da. Es kam die Frage auf, ob ein Pastor einen Gast, von dem er fast nichts weiß, in Mitarbeit einbinden kann, nachdem der 2x dort war sonntags. Wir hatten nie signalisiert, dort etwas tun zu wollen oder Mitglied werden zu wollen. Mein Mann und ich denken, wenn einer längere Zeit in einer Gemeinde war, kann er zum Pastor gehen und diesem seine Dienste anbieten. Gemeinsam können sie dann überlegen, wo Möglichkeit zum Helfen besteht.


Wie seht ihr so etwas?


Bittet ihr als Leiter Gäste um Mitarbeit?


War es unhöflich von mir, nichts zu sagen, weil ich nicht wusste, ob ich die Gemeinde noch mal betreten würde? Hätte er gefragt, ob ich in 2 Wochen mal beim Kaffee helfen kann, weil alle in Urlaub sind, die das tun, hätte ich wahrscheinlich überlegt, ob ich es schaffe, an dem Tag dorthin zu gehen und die Mitglieder zu unterstützen, wohlgemerkt unterstützen, nie selbständig dort die Gemeinde zu repräsentieren. Biblisches Verhalten, Nächstenliebe zu zeigen???

Quark

Moderator

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2

Samstag, 27. Juli 2019, 17:07

Hmmm .. ihr geht 2, 3 mal zum Gottesdienst, obwohl ihr gar nicht in der Gemeinde sein wollt. Aber es gibt ja Kaffee und Kuchen. Und wenn der Pastor der Gemeinde euch ein wenig einbinden will - wo ja nicht wirklich viele Gemeindemitglieder heutzutage mehr regelmäßig da sind, da seid ihr total entsetzt? Reden hilft oft. Einfach sagen - nein, mir gefällt Eure Gemeinde nicht, weil .. aber dafür wäre natürlich Selbstvertrauen da. Und vor allem könnte man sich dann natürlich nicht aufregen und es gäbe ja auch keinen Kaffee und Kuchen mehr.

Gera

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3

Donnerstag, 1. August 2019, 08:16

Quark,


ich antwortete derzeit gar nichts, weil wir unsere Gottesdienste selbst samstagsabends hatten und ich in unserer kleinen Gemeinde die Pastorin war. Jener Pastor hatte sich nie mit mir unterhalten, vor Jahren hatten wir mal ökumenisch zusammen gearbeitet. Der wusste wohl nicht, was wir taten, dass wir kurz vorher wieder in Bulgarien beim Gemeindebau geholfen hatten. Ich hätte es irgendwie im Flur, wo er mich zwischen Tür und Angel ansprach, als angeberisch erfunden, wenn ich mich ihm als Pastorin von Städte für Jesus vorgestellt hätte. Auf jeden Fall hast du Recht, dass Kommunikation oft ein Problem ist. Man redet wenig miteinander und setzt Leute total falsch ein.


Auch da stimme ich dir zu, dass kleine Gemeinden immer Mitarbeiter suchen - und, was ich nicht so gut finde - auch bemüht sind, Leute abzuwerben in anderen Gemeinden. Viele wachsen durch Fluktuation.