Sie sind nicht angemeldet.

1

Donnerstag, 6. Juni 2019, 10:16

Freundschaften

Ihr Lieben,

vor rund 45 Jahren waren wir in Neuenkirchen und Otterndorf ein toller Freundeskreis. Wir haben sehr, sehr viel zusammen erlebt. Jedes Wochenende Fete oder gemütliches Zusammensitzen. Wir haben viel zusammen telefoniert. Probleme konnte man gut miteinander besprechen.

Ich leitete damals den Jugendkreis der evang. Kirchengemeine in Neuenkirchen. Da ergaben sich auch viele Kontakte, auch Freundschaften.

Damals hatte ich ein Gespräch mit meinem Vater. Der sagte mir, ich solle die Freundschaften nicht zu Ernst nehmen, das würde sich im Laufe der Zeit alles verlaufen. "Nein!" sagte ich, "das ist bei uns anders. Wir werden auch in 20 oder 30 Jahren noch Freunde sein." "Du wirst erleben, dass es anders kommen wird", sagte mein Vater.

Nun sind einige der Freunde inzwischen verstorben. Lutz Engwicht, Marcel Fauvel, Gerhard Schäfer und Lui Andermann sind nicht mehr unter uns.

Aber auch zu denen, die noch unter uns weilen, ist der Kontakt leider abgebrochen. Da ich das Haus aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr verlassen kann, rufe ich hier und dort schon mal an, aber erlebe oft Desinteresse bis Ablehnung. Rückrufe finden gar nicht statt.

An die Älteren unter uns: Welche Erfahrungen habt Ihr bezüglich von alten Freundschaften gemacht?

Liebe Grüße :)

 

Günter

 


2

Samstag, 8. Juni 2019, 22:34

Eine Erfahrung ist: Letztlich ist man immer allein. Man sollte sich keine Illusionen machen. Man hat Spaß miteinander, erlebt gemeinsam tolle Sachen, aber wenn es darauf ankommt, ist man auf sich allein gestellt. Man sollte sich niemals auf andere Menschen verlassen. Jeder ist mit sich selbst beschäftigt. Wir Menschen sind nicht für die Kommunikation gemacht, sondern für das Überleben,

Gera

Schüler

  • »Gera« ist weiblich

Beiträge: 117

Registrierungsdatum: 29. August 2018

  • Nachricht senden

3

Montag, 10. Juni 2019, 15:58

Maggie,


ich stimme zu, man sollte sich niemals auf Menschen verlassen sondern, so ergänze ich, nur auf Gott. Dennoch sind Freundschaften wichtig und ich habe erlebt, in Nöten ein Stück getragen worden zu sein. Aber alle Freundschaften gehen irgendwann auseinander. Eine sehr gute Freundin zog nach Schwaben und der Kontakt riss ab. Eine Freundin heiratete nach Texas und ich verlor sie aus den Augen. Ähnliches passierte immer wieder. Aber eins sehe ich: wenn Not da ist, gibt es immer Christen im Umfeld, die mit beten.


Vor ca 35 Jahren annoncierte eine Frau in der Zeitschrift Ratgeber, sie suche christliche Briefkontakte. Unser Kontakt war locker. Sie heiratete und wir besuchten sie in Bayern, als sie schwanger war. Sie kam mit ihrem Sohn, machte bei uns Urlaub. Wenn wir nach Süden fahren, übernachten wir ab und zu bei ihnen und wenn einer Not hat, teilen wir kurz über whatsapp mit, wo das Problem liegt und beten füreinander. Ich blieb als einzige von ihren vielen Briefkontakten übrig.

Quark

Moderator

Beiträge: 441

Registrierungsdatum: 6. Februar 2017

  • Nachricht senden

4

Samstag, 29. Juni 2019, 13:16

Ich bin der Meinung, man findet die richtigen Freunde, die zu einem stehen gerade in schweren Zeiten heraus. Für alle anderen mache ich mich nicht (mehr) krumm. Bei denen ist es mir egal, ob sie sich melden oder nicht.
Ich habe noch viele Freunde aus der Zeit, als ich in dem Alter war, als Günni noch in Neuenkirchen aktiv war, Bei denen versuche ich auch vielleicht 1x im Jahr vorbei zu schauen und mit denen halte ich über Facebook auch immer noch Kontakt.
Durch die extreme Entfernung zu meiner Heimat klappt es leider nicht öfter, vor Ort zu sein.
@ Günni, leider führt uns unser Weg sehr selten ins Ruhrgebiet, sonst würden wir gerne mal vorbei kommen, aber wenn Du meine Telefonnummer nicht mehr haben solltest, schicke ich sie Dir gerne per PN.

LG aus dem heißen Süden
Quark