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  • »Grubendol« ist männlich

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1

Samstag, 27. April 2019, 08:48

Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester

Zitat

Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz

Es war das übergeordnete Ziel des Forschungsprojektes, die Häufigkeit des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch Diözesanpriester, Diakone und Ordenspriester im Gestellungsauftrag im Verantwortungsbereich der Deutschen Bischofskonferenz zu ermitteln, die Formen sexuellen Missbrauchs zu beschreiben und kirchliche Strukturen und Dynamiken zu identifizieren, die das Missbrauchsgeschehen begünstigen könnten.
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Der gewählte Analysezeitraum umfasste die Jahre zwischen 1946 und 2014
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Im Rahmen des Forschungsprojektes wurden Personal- und Handakten von 38.156 Klerikern der 27 Diözesen aus den Jahren 1946 bis 2014 durchgesehen (TP6). Dabei fanden sich bei 1.670 Klerikern der katholischen Kirche Hinweise auf Beschuldigungen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger. Das waren 4,4 Prozent aller Kleriker aus den Jahren 1946 bis 2014
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Den 1.670 beschuldigten Klerikern konnten nach den Personal- und Handakten insgesamt 3.677 Kinder und Jugendliche als von sexuellem Missbrauch betroffen zugeordnet werden.
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Die von sexuellem Missbrauch Betroffenen waren zu 62,8 Prozent männlichen und zu 34,9 Prozent weiblichen Geschlechts.
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Bei 33,9 Prozent der Beschuldigten war dokumentiert, dass ein kirchenrechtliches Verfahren wegen sexuellem Missbrauch Minderjähriger eingeleitet worden war, wohingegen dies bei 53,0 Prozent nicht der Fall war.
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Studie-PDF
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

Gera

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  • »Gera« ist weiblich

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2

Samstag, 11. Mai 2019, 17:29

Als Insider wusste ich vor 40 Jahren vieles und verließ die Kirche, weil ich es als Heuchelei ansah, dass nach außen zölibatär gelebt wurde. Aber in Freikirchen fand ich nichts Besseres. Wir waren in einer Gemeinde, wo die Pastorenfrau mit dem Ältesten durchgebrannt war, der Frau mit 5 Kindern verließ, der Nachfolger war 10 Monate da, dann sollen andere Partner im Spiel gewesen sein; ein Leiter, heiratete als 3. Frau die Ehefrau seines besten Freundes. Ich kenne beide sehr gut und warnte sie, als sie mit dem Mann allein einen Hauskreis begann; eine Pastorenfrau kam zu mir in die Seelsorge, weil ihr Mann mit der D. liebäugele. Ich bemühte mich, sie zu beruhigen, bis er sie rauswarf und die D. heiratete als 3. Ehefrau. Das ist nicht weniger skandalös.


Vergebung gibt es auch hier, aber wollen die Betroffenen das überhaupt?

3

Sonntag, 12. Mai 2019, 09:10

  • Man kann das überhaupt nicht miteinander vergleichen. Ob sich jemand "unmoralisch " verhält und damit seiner Familie schadet, oder ob jemand seine Position schamlos ausnutzt und die Seelen zahlreicher Kinder und Jugendlicher zerstört.

Gera

Schüler

  • »Gera« ist weiblich

Beiträge: 118

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4

Sonntag, 12. Mai 2019, 16:38

Maggie,


Sünde ist Sünde. Jesus starb für jede Sünde. Und ich sehe schon einen Vergleich. Meine Freundin, die Mutter des Mannes, der die Frau seinem besten Freund wegnahm, sagte mir, es brach ihr das Herz und sie erblindete fast. Sie kränkelte nur noch und starb inzwischen. Die Frau, die den Ehemann verließ, ließ ihre Tochter zurück. Das sensible Kind bekam mit Sicherheit einen Knacks. Im anderen Fall, wo die Pastorenfrau mit dem Ältesten durchbrannte, hörte ich es mindestens 100x von ihrer Schwiegertochter, die traumatisiert wurde. Ihr Sohn entschied sich gegen das Christentum und die Ehe wurde schwierig. Ich war mit seiner Frau jahrelang im Hauskreis. Die verlassene Mutter von 5 Kindern bekam Depressionen, ein Sohn wurde alkoholabhängig und der neue Pastor kümmerte sich ständig um die zurückgelassene Familie.Er erzählte mir, es ging drunter und drüber ,ein Kind stahl dauernd die Haushaltskasse....Das Leid war enorm, die gesamte Gemeinde litt...Von daher halte ich dieses Vergehen für vergleichbar, auch wenn sich keiner vor dem Gesetz strafbar machte.