Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Niederelbe-Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Gera

Schüler

  • »Gera« ist weiblich

Beiträge: 118

Registrierungsdatum: 29. August 2018

  • Nachricht senden

1

Samstag, 13. April 2019, 17:37

Den kauf ich mir selbst...

In einem Forum schrieb eine Frau vor einigen Tagen, sie habe keinen PC, arbeite nur mit dem Handy. Ein eifriger Helfer antwortete: "Ich hab noch einen alten PC, da ist kein windows10 drauf, aber word kann ich dir installieren.Den schenk ich dir" Die sofortige Antwort war: " Ich kauf mir lieber einen Laptop." Nun würde ich gern mit euch austauschen, ob solche Hilfsbereitschaft in der heutigen Zeit gesellschaftsfähig ist.


Vor 3 Jahren sagte eine Frau, sie habe von ihrer nun 30 jährigen Tochter noch 20 Pferde CDs, die schenke sie meiner Tochter, dann sei die in den Ferien beschäftigt. Ich antwortete, dass Mädchen von 8-13 Pferde lieben, aber unsere war 15 1/2. Diese Frau ließ sich nicht abhalten, obwohl ich ihr immer wieder versicherte, dass junge Mädchen so etwas lieben, man heute aber online spielt. Die Frau kam am 1. Ferientag weit angefahren, brachte freudig die CDs und hatte einen uralten PC aufgetrieben, den einer vor Jahren geerbt hatte. Der hatte kein WLAN, eine Taste fehlte und er hakte. Aber die Frau meinte, das genüge zum Spielen. Unsere Tochter war bis sie 13 war, ein Pferdenarr. Nun kam sie auf die Idee, diese Spiele mit 2 Zehnjährigen zu spielen. Alles hakte, eine wichtige Taste fehlte....die holten den Papa und der war entsetzt über diesen Schrott. in einem Dorf verbreiten sich schnell Dinge und unsere Adoptivtochter, die sich minderwertig fühlt, weil die Mama sie nicht wollte,wurde nun auch noch verlacht. Ich entsorgte den Dreck. Inzwischen sagte ich der Frau, welchen Schaden sie anrichtete, indem sie sich einfach nicht abbringen ließ, alte kaputte Sachen zu verschenken.


Viele Jahre hatten wir ein Hilfsgüterlager für Osteuropa. Es ist unvorstellbar, welchen Schrott manche brachten, bei dem Gasherd gehen 2 Flammen nicht, in dem Tuschkasten sind nur noch 5 Farben, aber besser als nichts für die armen Kinder, das Fahrrad eiert, aber zum Wegwerfen ist es zu schade....


Als Christ sehe ich jeden Menschen als Geschöpf Gottes, das Gott liebt und das wertvoll ist in seinen Augen. Jeder Mensch hat eine Würde und ich sollte ihn so behandeln, wie ich selbst behandelt werden will. Menschen sind kostbar und wertvoll und ich begreife nicht, wie einige so verächtlich mit dem Nächsten umgehen können, dass sie ihm die Sachen anbieten, die nicht mehr gut genug sind für sie selbst. Hunderte Male hörte ich: " Für die armen Leute ist das doch gut genug", als wir noch sammelten. Brauchen nicht gerade die Armen Ermutigung? Ist es nicht wichtig, ihnen zu zeigen, dass man sie wert schätzt?" Jemand, dem ich viele Stunden seelsorgerlich diente, begann mir gebrauchte Kleidung dafür schenken zu wollen. Ich lehnte ab, wenn ich einen Gottesdienst vorn leitete u.s.w. halte ich es für peinlich, Sachen zu tragen, von denen jemand erzählt, die lagen 10 Jahre in der Garage und nun ist endlich einer da, der sie tragen kann. Ich bemerkte, dass eine Missionarin keine Winterjacke hatte und gab ihr Geld, damit sie eine kaufen konnte, die ihr gefiel. Die Frau hatte 2 Jahre in Afrika missioniert und kam nun in unser kaltes Land. Aber sie arbeitete und ein Arbeiter ist seines Lohnes wert. Meint ihr, dass ich falsch liege?




grimm

Anfänger

Beiträge: 35

Registrierungsdatum: 15. Mai 2018

  • Nachricht senden

2

Sonntag, 14. April 2019, 10:54

Hallo Gera,

solch eine Hilfe mag in einer materialistisch-hedonistisch geprägten Gesellschaft nicht gerade salonfähig sein, ist aber umso mehr ein Gebot sozialethischer Verantwortung: ein christliches Gebot geradezu. Es gibt nämlich viele, die sich keinen PC leisten können und für das Geschenk eines alten, aber funktionsfähigen PCs dankbar sind: zum Beispiel die Hartz IV beziehende und alleinerziehende Mutter.

Die Reaktion auf diese Hilfsbereitschaft (»Ich kaufe mir lieber einen Laptop«) ist im günstigsten Fall als unüberlegt und/oder taktlos zu bewerten.

Grimm

  • »Grubendol« ist männlich

Beiträge: 1 334

Registrierungsdatum: 29. Januar 2017

Wohnort: Oldenburg

  • Nachricht senden

3

Sonntag, 14. April 2019, 11:06

Mein PC ist auch ein Geschenk von einer kleinen Internetfirma und hat auch kein Windows 10, aber alles, was ich damit machen will, läuft prima.
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

  • »Dreikatendeich« ist männlich

Beiträge: 362

Registrierungsdatum: 29. Januar 2017

Über mich: Ich vertrete überall die gleiche Meinung und stehe auch dazu .

Wohnort: Meckelfeld / Seevetal / Niedersachsen

  • Nachricht senden

4

Sonntag, 14. April 2019, 14:57

Ich verschenke grundsätzlich Dinge , die nach spätestens 1 bis 2 Jahren Lagerung veraltet sind , den Vorgänger meines heutigen PC`s , mit Monitor und allem Drum und Dran , bekam ein Arbeitsloser , da habe ich auch glatt vergessen meine Mp 3 Musiksammlung von der Festplatte zu löschen . :D
Ich würde aber nie halbdefekte Sachen verschenken , es sei denn , ich werde extra darum gebeten .
Ich vertrete überall die gleiche Meinung und stehe auch dazu .

Gera

Schüler

  • »Gera« ist weiblich

Beiträge: 118

Registrierungsdatum: 29. August 2018

  • Nachricht senden

5

Montag, 15. April 2019, 17:03

Dreikatendeich,

genau um diese halbdefekten Sachen geht es. Wir besuchten eine Gemeinde in Gaesti, Rumänien und übernachteten im Turm der Kirche. Das Zimmer war voll mit Kühlschränken, Radios und diversen elektrischen Geräten. Der Pastor hatte sie bei einem Hilfsgütertransport bekommen und nicht ein Gerät war funktionsfähig. Ich empfinde es als unverschämt, solche Dinge abzugeben und anderen die hohen Transportkosten zuzumuten.


In obigem Fall handelt es sich nicht um eine Hartz IV Empfängerin sondern eine Rentnerin, die hübsch eingerichtet ist und auch Rente von ihrem verstorbenen Mann bekommt.


Unsere Tochter nahm vor eiigen Wochen meinen alten Laptop mit, der sehr langsam geworden ist. Sie will vor allem word benutzen für Hausaufgaben und sagt, der reicht. Ansonsten schenkte ich ihr vor einem Jahr ein neues Tablet. Gebrauchtes lehne ich nicht unbedingt ab, aber 20 Jahre alte CDs benutzt heute niemand mehr, die Entwicklung ging weiter und ein Laptop, wo Tasten fehlen, ist eine Zumutung.