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Gera

Schüler

  • »Gera« ist weiblich

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1

Montag, 1. April 2019, 10:43

Soll man diese Menschen ausrotten?

Unsere Tochter sucht momentan, ob es Gott wirklich gibt und er ihr hilft und bittet uns um Gebet um ein Zeichen. Dass sie nicht mehr glaubt,sehe ich als Schuld einer Gemeinde und heute würde ich nicht mehr in solch einem Verein ausharren, nur weil mein Mann sich dort engagieren kann. Im Nachhinein ist man schlauer.


Wir hatten eine 4-jährige Pflegetochter mit KISS Syndrom, sie war noch nicht sauber, aber pflegeleicht. Wenn sie ruhig vor sich hin im Kinderraum spielte, konnten wir bedenkenlos mit den Größeren Kinderstunde halten und schauten ab und zu nach ihr. Das ging eigentlich lange gut, sie war zufrieden. Eines sonntags hörten wir ein fürchterliches Geschrei. Wir konnten das ruhige Kind lange nicht trösten. 2 Muttis saßen mit im Kinderraum und erzählten. Sie hatten allen Kindern bis auf diesem widerlichen Kind Bonbons gegeben. Igitt, dieses widerliche Kind verdiente doch keinen Bonbon, so wie es aussieht Das behinderte Mädchen konnte natürlich nicht verstehen, dass sie auf Grund ihrer Behinderung als einzige kein Recht auf einen Bonbon hatte. Wir waren schockiert und gaben bald danach die Kinderstunde auf.


Als wir unsere traumatisierte Tochter adoptierten, war sie Gespräch in der Gemeinde, weil einige meinten, das Kind verdiene mehr Schläge als Essen, um das Trauma zu überwinden, dass man die gesamte Verwandtschaft in Osteuropa ausgelöscht hatte. Noch nie hatte ich gehört, dass ein Mensch so verflucht wurde, wie unsere Tochter. Dann waren wir bei einer Wochenendfreizeit. Im Eingang lagen Prospekte und es stand auch ein Spendenkorb da, Genau darüber war geschrieben : Bitte bedienen Sie sich. Der Sohn des Ältesten und unsere Tochter nahmen das Kleingeld aus dem Korb, sammelten die anderen Kinder um sich und kauften am Kiosk Gummibärchen, die sie an alle Kinder verteilten. Als wir es bemerkten, nahmen wir unserer Tochter sofort die Süßigkeiten weg. Sie hatte noch nichts gegessen und wir brachten sie zum Kiosk zurück und legten das Geld in den Korb. Die anderen Kinder aßen fleißig. Aber genau die Eltern, deren Kinder aßen, begannen, über unser Kind her zu ziehen. Sie war das einzige Thema an den Tischen, niemanden interessierte, dass der Sohn des Ältesten genau so beteiligt war und alle genommen hatten. Uns wurde erzählt, dass Leute noch nie gehört hatten, wie man Menschen so verflucht, wie unser Kind. Dann gab es Kaffee und Kuchen. Ich stellte mich in die Schlange. Vor mir standen Teenies, die 2 - 3 Stück Kuchen auf ihren Teller taten. Ich nahm 2, eins für mich, eins für die Tochter, für die wir genau so bezahlt hatten wie jeder andere. Die Sekretärin des Pastors sprang auf, raste durch den Saal und schrie laut, dass nur ich ein Stück Kuchen bekomme. Es ist grausam, einem Kind, das fast verhungert wäre, mit 5 Jahren 11 kg wog, den Kuchen zu verweigern. So etwas erlebt man nur bei Menschen, die sich Christen nennen. Wenn einer keinen Kuchen brauchte, so war es sicher die Sekretärin mit ihren 150 kg Gewicht, aber kein zartes Kind. Unser Kind suchte wenig später ein Gespräch mit dem Pastor. Der beantwortete ihre Mails mit Bitte um ein Gespräch nie. Es stellte sich heraus, dass der Mann sie noch nicht einmal las. Ist es verwunderlich, dass dieses Kind nicht mehr glauben kann?


Aus Gemeinden in der Region hörte ich ähnliche Diskriminierung behinderter Kinder und erlebte schwer verletzte Eltern. Wäre es sinnvoll, diese behinderten Menschen zu vernichten, damit sie christlichen Gemeinden nicht lästig werden? Wenn ich sehe, wie traumatisierte Pflegekinder sich positiv veränderten und wie auch unsere Tochter sich durchkämpft, so kann ich Gott nur dankbar sein für sein Wirken. Anscheinend hält Gott diese Menschen für liebenswert und ist Jesus auch für sie gestorben.


Zum Glück gibt es auch Gemeinden, in denen Christen sind. Eine Gemeinde kümmert sich um diese Kinder. Mehrere Jahre lang holte man unsere Tochter zur Kinderstunde in der Stadt hier im Dorf ab und investierte in viele milieugeschädigte Teenies. Da wurde eben geklaut in der Gemeinde und der schuldige Junge durfte weiter kommen. Ich bin dankbar, dass es auch Gemeinden gibt, die Jesus nicht ausgesperrt haben und die glaubwürdig leben.

2

Montag, 1. April 2019, 12:24

Auch, wenn ich nicht alles aus Deinem Bericht verstehe, soviel steht für mich fest:


Die Verantwortlichen in dieser "Gemeinde" und vielleicht auch andere sind Verbrecher!!! Sie sind von ihrer Denke her schwer kriminell! Von der Liebe Jesu haben sie übrigens auch nicht einen Hauch begriffen!!!
Liebe Grüße :)

 

Günter

 


3

Montag, 1. April 2019, 12:43

Allerdings, eines verstehe ich auch nicht: Ich höre / lese von Dir immer wieder von schlimmen Gemeinden, in denen Du warst.


Warum geht Ihr nicht in eine anständige Baptistengemeinde oder in eine FeG?


Liebe Grüße :)

 

Günter

 


  • »Grubendol« ist männlich

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4

Montag, 1. April 2019, 15:56

Oder geht ganz normal in eine Evangelische Kirche.

Das ist doch alles krank.
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

Gera

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  • »Gera« ist weiblich

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5

Samstag, 6. April 2019, 10:47

Älteste verließen die normale Baptistengemeinde hier in einer benachbarten Stadt, weil Homosexuelle getraut werden und erzählten mir, es gäbe auch andere Dinge, die sie nicht mehr mit ihrem Gewissen vereinbaren können. Ich weiß nur, dass defintiv einer in Leitung ist, der als dritte Frau, die Ehefrau seines besten Freundes geheiratet hat. Das ist nicht meine Welt und ich sehe es nicht als besser an, als die Ablehnung Behinderter.


Mir ist aber auch bekannt, dass die Baptistengemeinde von Dr Rust die behinderte Frau taufte, von der ich oben berichtete und aufnahm, der eine andere Gemeinde die Taufe verweigerte, weil sie durch eine Stimmbandlähmung stumm ist und man, wenn man Christ sein will, mit dem Munde seinen Glauben bekennen muss. Ich kenne diese Frau von Geburt an und weiß, welche Not ihre Mutter damit hatte, dass sie nicht Mitglied einer Gemeinde werden durfte. Ich denke, dass sie Jesus lieb hat und begrüße Heiner Rusts Entscheidung, sie anzunehmen.


Ca 50 km entfernt hört man viel Gutes über eine evangelisch lutherische Gemeinde. Freunde fuhren viele Jahre dorthin, bis sie es mit 80 Jahren nicht mehr schafften, so weit zu fahren. Ja, es scheint auch dort gute Leiter zu geben.


Unsere Messies haben alle fast alle Gemeinden im Umkreis durch und sagen, überall wurde ihnen erzählt, sie müssten nur aufräumen. Alle haben große Abneigung gegen Kirchen wegen Verletzungen, wollen aber Jesus nachfolgen. Bei uns fühlen sie sich seit über 5 Jahren wohl, weil wir keinen Druck aufbauen, die Augen zudrücken, wenn sie einfach nicht pünktlich sein können u.s.w.. Trotzdem arbeiten wir an den Problemen und ich lud einen Gastsprecher ein für den 27.4., der über Loslassen spricht.


Jesus gründete weder eine Baptistengemeinde noch die katholische Kirche. Programme, die die Menschen so in Beschlag nehmen, dass sie keine Zeit mehr haben, mit Menschen in der Welt Kontakt zu halten, sind nicht biblisch. Die Kirchen sind fast alle vom Evangelium abgewichen, Günter, das hast du selbst erlebt. Dabei meine ich nicht, dass Menschen wie Pastor Spitzer und andere nicht fehlen können, Buße tun und wieder dienen dürfen, denn wir sind nun mal Menschen. Aber Nachfolger Jesu, die Jünger sein wollen, gibt es nicht viele in den Kirchen und Hausgemeinden haben auch ihre Schwachstellen, man bleibt unter sich mit 4- 5 Leuten und bekommt keine neuen Impulse. Immer mehr wenden sich enttäuscht von Gemeinden ab, es gibt Scharen, die ihr Christsein allein leben und auch das ist nicht wünschenswert.


Die Gemeinde, die uns sehr geholfen hat, ist sozial. Sonntags haben sie Gottesdienst, montags Hauskreis, dienstags Versammlung, mittwochs irgendwelche Treffen, donnerstags Frauentreffen, freitags Kindernachmittag, samstags Gemeinde putzen und Jugend. Leiter erzählten, sie hätten so viel Programm, dass sie seit Jahren nicht mehr evangelisieren können. Ist das besser? Ich hörte von Burn outs....Aber ich weiß, dort könnte ich jeden hinschicken, der nicht liebenswert aussieht oder behindert ist. Irgendwer nimmt sich dessen an.


Wir brauchen Jünger, die den Missionsauftrag Jesu erfüllen und nicht Konfessionen dienen. Wir brauchen mehr, die in der Liebe gewurzelt sind und selbst die lieben, die nicht liebenswert erscheinen wie obige gelähmte Frau.


Pastor Hartmann war recht umstritten, aber ich hörte von ihm mal eine wohl wahre Geschichte aus den USA, geschah das in New Yorck, ich weiß es nicht mehr. Ein Hippie ging in eine christliche Kirche und man bat ihn, die Gemeinde zu verlassen, denn er sei nicht angemessen gekleidet. Der Mann ging und setzte sich traurig unter einen Baum. Da hörte er die Stimme Jesu:" Sei nicht traurig, denn mich haben sie schon vor dir rausgeschmissen."Darüber sollten viele Kirchenführer einmal nachdenken: Haben sie Jesus rausgeschmissen? Und Gott lässt Behinderte in der Gesellschaft zu, er lässt Menschen altern und hilfsbedürftig werden, damit wir seine Liebe erweisen.

  • »Grubendol« ist männlich

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6

Sonntag, 14. April 2019, 10:28

In Amerika gibt's dafür ein schönes Akronym: WWJD - "What would Jesus do?"

Wenn mich meine Lektüre der Kinderbibel nicht täuscht, gibt's darauf nur eine einzige Antwort.
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"