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Gera

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1

Sonntag, 24. März 2019, 08:35

Unbiblische Bedürfnisse?

In einem Forum gab es in den letzten Tagen eine lebhafte Diskussion, ob man einen Raum ohne WC für christliche Schulungen mieten kann. Es gab Frauen, die dem zustimmten. Wir dienten in Bosnien und das WC der Gemeinde war von Granaten durchschossen. Man musste ca 100 m den steilen Berg zum Pastorenhaus hinauflaufen. Ich merkte an, dass Männer schnell eine Hauswand fanden, Frauen aufhalten mussten in Bosnien. Wir spendeten 100 € für ein neues Örtchen.


Es bleibt die Frage, ob man auf solche profanen Bedürfnisse Rücksicht nehmen soll oder sie gar wegbeten kann. Wir fuhren einmal zu einer Konferenz nach Hildesheim. Der Saal war voll, ich vermute, etwa 300 Leute. Vor der Predigt wurde gesagt, dass nun keiner auf die Toilette gehen darf, weil das die Salbung stört. Dafür wurde auch gebetet und ca. eine Stunde ging das gut. Meine Periode wusste nicht, dass sie jetzt nicht kommen durfte. Um nicht aufzufallen, nahm ich ein Tampon in die Hand und schlich langsam am Rand nach vorn zum Ausgang. Plötzlich raste der Prediger von der Bühne und winkte 2 Männer mit. 3 kräftige Männer schnappten mich und fingen an, verfluchte, verlogene, stinkende und faule Geister auszutreiben. Ich kam nicht los und dachte die ganze Zeit, dass hoffentlich nichts durchblutet. Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich noch nicht gehört, dass die Menstruation ein Dämon ist. Endlich ließen sie mich los und ich raste zur Toilette. Meiner Ansicht nach war das einzige, was die Salbung störte dieser Wahnsinnsakt der 3 Leiter und meine Angst, dass es stark bluten könnte. Hatte ich zu wenig Glauben, um die Blutung zu stoppen in dem Moment? Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass Jesus sich aus der Ruhe bringen ließ, wenn einer auf die Toilette ging. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der Heilige Geist sich zurückzieht, wenn einer leise den Raum verlässt. Aber ich hätte es unmenschlich gefunden, Seminare über Prophetie anzubieten in dem Ort in Bayern, wenn Leute Probleme gehabt hätten, durchzuhalten. Ich bin froh, dass sich dort eine Lösung findet und begreife die nicht, die rieten, den Raum ohne WC zu mieten und die Leute in die Stadt zu einem öffentlichen Ort gehen zu lassen.


Wie seht ihr das?

  • »Grubendol« ist männlich

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2

Sonntag, 24. März 2019, 11:14

Ein typisches Beispiel für die grundsätzliche, strukturelle Frauenfeindlichkeit des Christentums.
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

3

Sonntag, 24. März 2019, 18:55

Heftig, jemandem ein Grundbedürfnis zu verwehren. Das steht niemandem zu. Wat rut mutt, mutt rut. Du erlebst aber auch schräge Sachen.

Gera

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4

Mittwoch, 27. März 2019, 14:34

Grubi,


es wurde Männlein und Weiblein verboten, aufs WC zu gehen. Dabei kann es natürlich für Frauen lebensnotwendiger sein. Manche Charismatiker sind so geistlich abgehoben, dass sie die Grundbedürfnisse ignorieren und in geistlichen Sphären schweben. Ich denke, Jesus dagegen war menschlich und wir lehnen seit langem jeden Kontakt zu solchen Leuten ab und der Leiter einer Bibelschule, der behauptet, ich sei bei so etwas Mitglied, ist ein Lügner. Wahrsager gehören genau so wenig in Leiterschaft wie obiger Pastor, der sich anscheinend der griechischen Philosophie, dem Dualismus oder auch Manichäismus genannt, angeschlossen hatte, dass alles Sichtbare schlecht ist. Wir brauchen im Land reife Leiter, die Jesus Christus nachfolgen und seine Lehre an die erste Stelle setzen. Wir brauchen Leiter, die ihr Leben dem Herrn hingeben und ihm dienen, dann wird das Christentum wieder glaubwürdig sein. Und dann werden wir die Salbung des Heiligen Geistes erleben, die Kranke heilt und Menschen frei setzt. Danach sehne ich mich.

Gera

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5

Mittwoch, 27. März 2019, 14:34

Grubi,


es wurde Männlein und Weiblein verboten, aufs WC zu gehen. Dabei kann es natürlich für Frauen lebensnotwendiger sein. Manche Charismatiker sind so geistlich abgehoben, dass sie die Grundbedürfnisse ignorieren und in geistlichen Sphären schweben. Ich denke, Jesus dagegen war menschlich und wir lehnen seit langem jeden Kontakt zu solchen Leuten ab und der Leiter einer Bibelschule, der behauptet, ich sei bei so etwas Mitglied, ist ein Lügner. Wahrsager gehören genau so wenig in Leiterschaft wie obiger Pastor, der sich anscheinend der griechischen Philosophie, dem Dualismus oder auch Manichäismus genannt, angeschlossen hatte, dass alles Sichtbare schlecht ist. Wir brauchen im Land reife Leiter, die Jesus Christus nachfolgen und seine Lehre an die erste Stelle setzen. Wir brauchen Leiter, die ihr Leben dem Herrn hingeben und ihm dienen, dann wird das Christentum wieder glaubwürdig sein. Und dann werden wir die Salbung des Heiligen Geistes erleben, die Kranke heilt und Menschen frei setzt. Danach sehne ich mich.

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6

Mittwoch, 3. April 2019, 13:35

Wo behauptet die griechische Philosophie, "dass alles Sichtbare schlecht" sei? Damit ist ja wohl nicht Platos Höhlengleichnis gemeint.

Griechische Philosophie ist ein sehr allgemein gefasster Begriff. Und manche dieser Leute wussten immerhin schon, dass die Erde eine Kugel und keine Scheibe ist, wie das Christentum noch tausend Jahre danach behauptete.
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

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7

Samstag, 6. April 2019, 10:07

Ich bezog mich auf den Dualismus Manis, den sogenannten Manichäismus, der großen Einzug in die christliche Kirche hielt, man nehme nur den Zölibat der Priester, der sich im 4. - 7. Jahrhundert entwickelte und absolut unbiblisch ist.