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Gera

Schüler

  • »Gera« ist weiblich

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Freitag, 1. Februar 2019, 10:32

stellvertretend um Vergebung bitten?

Was haltet ihr davon, dass Günter um Vergebung bittet, wenn jemand behauptet, sein Nachbar habe einen beleidigt. Kann Günter das stellvertretend in Ordnung bringen, auch auf die Gefahr, dass es keine Beleidigung gab?


Vor längerer Zeit sagte eine Frau, die ab und zu als Gast in unsere Gemeinde kam, sie musste ihrem Pastor ( nicht meinem) einen Brief scheiben, weil es in ihrer Gemeinde Missstände gab...Ich sah diesen Brief nie, habe keine Ahnung, ob sie im Recht ist, da ich ihre Gemeinde nicht kenne. Ein Pastor, Leiter einer bekannten Bibelschule, den ich nur vom Sehen kenne, kam zu mir und verlangte, dass ich den Brief der Frau an ihren Pastor in Ordnung bringe. Er wurde richtig ausfallend und frech, als ich mich weigerte, mich in fremde Sachen reinzuhängen. Ob der Pastor verletzt war weiß ich nicht.


Wie sieht das biblisch aus? Kann ein Fremder die Schuld eines anderen in Ordnung bringen? Wenn er das tatsächlich noch in der Bibelschule lehrt, halte ich das für Verführung zur Sünde. Niemand hat das Recht, sich in Angelegenheiten einer Gemeinde einzumischen, die er weder kennt noch beurteilen kann. Wir sollen dem Frieden nachjagen, das bedeutet nicht, zu fremden Briefen, die man nicht kennt, Stellung zu nehmen. Nur ein einziger hat jemals für fremde Schuld bezahlt. Das war Jesus, der Sohn Gottes, der Gerechte, der die Sünde der ganzen Menschheit trug. Definitiv wusste Jesus, dass die Menschen gefehlt haben, er kannte ihre Sünden, was ich in obigem Fall nicht tat. Jesus bat nicht nur um Vergebung sondern bezahlte einen teuren Preis für die Sünden der Welt. Durch ihn und in ihm haben wir die Erlösung, völlige Vergebung aller echten Sünden. Genau das kann auch der in Anspruch nehmen, der im obigen Fall gesündigt hat. Auf jeden Fall ist es dieser Pastor, Bibelschulleiter, der Außenstehende zur Sünde verführen wollte. Wenn er sich einmischen wollte, hätte er die beiden streitenden Parteien zu einem versöhnenden Gespräch auffordern sollen. Dann hätte es die Möglichkeit der Buße gegeben, die niemand für einen anderen tun konnte. Allen, die Jesus annahmen, gab er die Vollmacht, Kinder Gottes zu sein. Er ist unser einziger Stellvertreter vor dem Thron des Vaters. Jener Leiter bat mich ie um Vergebung.

  • »Grubendol« ist männlich

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Sonntag, 3. Februar 2019, 14:10

Fremdschämen, och nö...
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

Gera

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3

Montag, 4. Februar 2019, 08:47

Du hast Recht, es ist immer eine Demütigung, Schuld zuzugeben. Aber man sollte seine eigene Schuld nur bekennen, wenn es wirklich Sünde ist. Mich bat mal ein Pastor um Vergebung, weil er gedacht hatte, ich sei mit meiner kath. Kirche verheiratet. Fakt war, dass wir längst ausgetreten waren. Aber Gedankensünden muss ich nicht bekennen, die kann ich mit Gott abmachen. Anders sieht es aus, wenn Schaden entstanden ist. In obigem Fall kann ich das nach wie vor nicht beurteilen, weil ich keine Ahnung habe, welche Worte fielen. Möglich wäre auch, der der verletzte Pastor eine empfindliche Mimose ist. Vergeben musste ich dem Pastor, der mich zur Sünde verführen wollte, mich in Dinge einzumischen, die mich nichts angehen. Jesus tat das nicht.